METZINGEN (dpa-AFX) - Trotz der gescheiterten Übernahme von Hugo Boss
An der Börse sorgten die Nachrichten zunächst nicht für größere Kursausschläge. Die im MDax
Es ist daher wenig verwunderlich, dass der Konzern nun entsprechend der neuen Machtverhältnisse sein Mitspracherecht ausbaut. Auch dass Frasers-Lenker Murray, der bereits seit Mai 2025 Aufsichtsratsmitglied bei Hugo Boss ist, jetzt dessen Spitzenposten besetzt, kommt nicht ganz überraschend. In dieser Woche hatte es bereits entsprechende Pressespekulationen gegeben. Zugleich gingen Gerüchte um, Murray könnte selbst sogar den Vorstandsposten bei Hugo Boss übernehmen.
Dem Personalwechsel im Aufsichtsrat vorangegangen war ein Streit mit dessen früherem Chef Stephan Sturm und der Frasers Group: Sturm hatte nach der gescheiterten Übernahme durch den britischen Konzern zu Wochenbeginn verkündet, sein Mandat niederzulegen und aus dem Gremium auszuscheiden. Wie bereits bekannt, soll für ihn als Nachfolger im Aufsichtsrat der Wirtschaftsprüfer Robert Palmer gerichtlich bestellt werden.
Das Verhältnis zwischen Großaktionär und Unternehmensführung war dabei schon länger angespannt: Frasers hatte Sturm im Dezember etwa das Vertrauen entzogen. Streit gab es unter anderem um die Dividendenzahlung.
Sturm war seit Mai 2025 Mitglied und Chef des Aufsichtsrats von Hugo Boss gewesen. Zuvor hatte er bis September 2022 den Dax
Die Frasers Group gehört mehrheitlich dem britischen Milliardär Mike Ashley, dessen Schwiegersohn ihr Chef Michael Murray ist. Die wichtigste und bekannteste Marke des Unternehmens ist die Einzelhandelskette Sports Direct. Darüber hinaus hält das Unternehmen zahlreiche Beteiligungen - etwa am Onlineshop Asos