FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro
Der Druck auf den Euro scheint allerdings noch nicht zu Ende: Es wird erwartet, dass die Fed die Leitzinsen im laufenden Jahr noch ein weiteres Mal anhebt - trotz der gegenteiligen Forderungen von US-Präsident Donald Trump.
Die US-Notenbank habe mit der Zinserhöhung ihre Unabhängigkeit vom Weißen Haus unter Beweis gestellt, schrieben die Analysten der Landesbank Helaba am Morgen. Trump hatte das Fed-Direktorium als feindselig bezeichnet und Zinsen von 1 Prozent oder weniger gefordert. Marktteilnehmer preisten jetzt fast drei weitere Zinsschritte bis zum dritten Quartal des nächsten Jahres ein, schreibt die Helaba.
Aus Sicht der Experten bleiben nun die Veröffentlichungen von Konjunkturdaten wichtig. Schließlich orientiere sich die Fed bei ihren Entscheidungen an diesen Daten sowie an den Perspektiven für Arbeitsmarkt und Inflation. Am Freitag stehe deshalb die US-Industrieproduktion des Monats August im Mittelpunkt des Interesses.
Gestützt wurde der Euro am Donnerstag auch von einem weiteren Rückgang der zuvor steil gestiegenen Ölpreise. Am Freitag sanken die Preise zunächst noch etwas weiter. Die USA sind ein Nettoexporteur von Öl, und die US-Wirtschaft wird tendenziell weniger belastet. Rohöl wird zudem in Dollar gehandelt. Höhere Preise erhöhen also die Nachfrage nach dem Dollar./stw/stk