FRANKFURT/NEW YORK (dpa-AFX) - Die Aktien des IT-Sicherheitsunternehmens Secunet
Händler verwiesen auf einen Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, wonach die Bundesregierung die Kommunikationsnetze der Bundeswehr mit neuer Verschlüsselungstechnik für bis zu 1,7 Milliarden Euro modernisieren will. Der Haushaltsausschuss des Bundestages dürfte am Mittwoch grünes Licht geben für einen Rahmenvertrag mit Secunet. In einem ersten Schritt dürften Bestellungen für gut 100 Millionen Euro folgen.
Laut dem Börsianer würde dies mehr Transparenz in das Geschäft mit dem Bund bringen. Es zeichne sich eine umfangreiche, mehrjährige Auftragspipeline ab.
Die Secunet-Aktien setzten damit am Mittwoch ihre jüngste Rally fort. Nach den Mitte September aufgekommenen Sorgen um die Sicherheit von KI-Technologie haben die Anleger mit der Aktie zuletzt auch in Europa auf einen denkbaren Profiteur gesetzt. Die Secunet-Titel haben ihr September-Plus mittlerweile auf fast 40 Prozent ausgebaut.
Prominente Branchenvertreter hatten sich Mitte September skeptisch zum Thema KI und Sicherheit geäußert. Nach dem Schock eigenständiger KI-Hacking-Attacken äußerte sich der Chef KI-Unternehmens Anthropic, Dario Amodei, besorgt zu den Gefahren durch einen KI-Schwarm, der in sechs bis zwölf Monaten in der Lage sein könnte, das Internet zu übernehmen. Er rief die Branche dazu auf, die Entwicklung von Modelle intensiver zu kontrollieren.
Die Sicherheitsdebatte hatte den an der Nasdaq-Börse konzentrierten US-Technologiesektor Mitte September zeitweise deutlich belastet, aber vergleichbare Titel aus den Vereinigten Staaten wie Okta