dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 23.09.2026 - 17.00 Uhr
ROUNDUP/Eurozone: Unternehmensstimmung verbessert sich trotz hoher Energiekosten
LONDON - Die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone hat sich im September trotz erhöhter Energiekosten verbessert und den besten Wert seit dreieinhalb Jahren erreicht. Der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex für die Eurozone stieg um 1,1 Punkte auf 53,1 Punkte, wie S&P am Mittwoch in London nach einer ersten Schätzung mitteilte. Dies sei der höchste Stand seit April 2023.
Großbritannien: Unternehmensstimmung trübt sich stärker als erwartet ein
LONDON - Die Stimmung in den Unternehmen Großbritanniens hat sich im September verschlechtert. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) von S&P Global fiel im Vergleich zum Vormonat um 0,8 Punkte auf 51,7 Punkte, wie S&P am Mittwoch in London laut einer ersten Schätzung mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt nur einen Rückgang auf 52 Punkte erwartet. Der Indikator signalisiert trotz des Rückgangs ein Wachstum, da er über der Schwelle von 50 Punkten liegt.
Deutsche Wirtschaft vor USA-China-Gipfel: EU muss mitmischen
BERLIN - Vor dem USA-Besuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping hat die deutsche Wirtschaft von der Europäischen Union eine aktive Handelspolitik verlangt. "Es ist wichtig, dass die EU nicht in Schockstarre verharrt, sondern zielgerichtet ihre außenwirtschaftlichen Interessen vertritt", sagte der Außenwirtschaftschef der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Volker Treier. Wenn Washington und Peking über Handel, Rohstoffe und Schlüsseltechnologien verhandelten, sei die deutsche Wirtschaft unmittelbar betroffen. Xi wird am Donnerstag in Washington bei US-Präsident Donald Trump erwartet.
Sie reden wieder: USA und Iran verhandeln bei UN in New York
NEW YORK - Erstmals seit Monaten sind Vertreter der Kriegsparteien USA und Iran wieder zu Verhandlungen zusammengekommen. Der Austausch am Rande der UN-Generalversammlung in New York sei "sehr gut" gelaufen und habe drei Stunden gedauert, sagte US-Präsident Donald Trump am Dienstag vor Reportern. Iranische Staatsmedien bestätigten die Verhandlungen. Heute sollte auch Irans Präsident Massud Peseschkian vor den Vereinten Nationen in der Ostküstenmetropole sprechen.
Iran: Treffen zwischen Trump und Peseschkian möglich
TEHERAN/NEW YORK - Ein iranischer Parlamentsabgeordneter hält ein direktes Treffen der Präsidenten der USA und des Irans für wahrscheinlich. In einem Interview mit dem iranischen Nachrichtenportal Didban sprach der Abgeordnete Ahmad Bachschajesch Ardestani über ein mögliches Gespräch zwischen Donald Trump und Massud Peseschkian am Rande der UN-Generaldebatte in New York. "Meiner Meinung nach wird das Treffen der beiden Präsidenten stattfinden", sagte er.
Xi reist zu Trump - dreitägiger Staatsbesuch
WASHINGTON - Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping trifft an diesem Mittwoch auf Einladung von US-Präsident Donald Trump zu einem dreitägigen Staatsbesuch in Washington ein. Themen des Besuchs dürften unter anderem der Zoll- und Handelsstreit beider Länder sein, außerdem Sicherheit im Umgang mit Künstlicher Intelligenz sowie globale Konflikte wie der Iran-Krieg oder der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine. Trump will bis Freitag mit Militärschau, Staatsbankett samt hochrangiger Tech-Bosse und einem gemeinsamen Tee ein umfangreiches Programm auffahren.
EU-Kommission will 4,2 Milliarden Euro für Ungarn freigeben
BRÜSSEL - Die Europäische Kommission hat nach Reformen der ungarischen Regierung die Freigabe von eingefrorenen EU-Mitteln in Höhe von 4,2 Milliarden Euro für das Land vorgeschlagen. "Ungarn hat wichtige Maßnahmen ergriffen, um die Rechtsstaatlichkeit zu stärken und die finanziellen Interessen der Union zu schützen", sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen laut einer Mitteilung. Noch müssen die EU-Staaten den Plänen zustimmen. Sie haben einen Monat Zeit, um darüber zu entscheiden.
EZB: Neue Euro-Banknoten ab Anfang der 2030er Jahre
FRANKFURT - Die Gestaltung neuer Euro-Banknoten kommt voran. "Die neuen Banknoten sollen ab Anfang der 2030er Jahre schrittweise in Umlauf gebracht werden", teilte die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt mit. Voraussichtlich Ende des laufenden Jahres will der EZB-Rat abschließend über die Gestaltung der Scheine entscheiden.
KfW-Studie: Mittelstand zögert bei ausländischen Fachkräften
FRANKFURT - Gut jedes zehnte mittelständische Unternehmen in Deutschland (11,5 Prozent) beschäftigt nach einer Studie der KfW ausländische Fachkräfte. Dabei handele es sich vor allem um große Firmen mit 50 und mehr Beschäftigten. 61 Prozent von ihnen gaben an, ausländische Fachkräfte im Betrieb zu haben. "Je kleiner die Unternehmen, desto seltener spielen Fachkräfte aus dem Ausland eine Rolle für sie", heißt es in der repräsentativen Befragung der Förderbank, an der rund 13.000 Firmen teilnahmen.
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