Pressestimme: 'Frankfurter Allgemeine Zeitung' zu Europa-Rede von Leo XIV.
FRANKFURT (dpa-AFX) - "Frankfurter Allgemeine Zeitung" zu Europa-Rede von Leo XIV:
"Auch die Geschichte des Papsttums ist nicht frei von Ironien. ... Es musste offenbar erst ein Bürger der Vereinigten Staaten Oberhaupt der katholischen Kirche werden, um Europa zu rehabilitieren. ... Seine Frankreich-Reise insgesamt waren ein Bekenntnis zu Europa, wie es seinem Vorgänger Franziskus nicht über die Lippen gekommen wäre. ... Leo wählte in Metz eine andere Tonlage. ... Im Gegensatz zu Franziskus hielt er keine Totenmesse für das christliche Europa. Aus seinen Worten klangen vielmehr Zuversicht und Wertschätzung. ... Ein Papst kann im besten Fall Impulsgeber sein, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Lob und Ermutigung durch den Nachfolger des heiligen Petrus helfen der EU im politischen Alltag zwar nicht allzu viel. Aber einer Europäischen Union, an die nicht mal mehr der Papst glaubt, der würde etwas fehlen."/DP/jha