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Aktien New York: Dow gibt weiter nach - Renditeanstieg belastet

29.09.2026
um 20:11 Uhr

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Dow Jones Industrial hat am Dienstag seine zu Wochenbeginn erlittenen Verluste etwas ausgeweitet. Ein Rückgang der Ölpreise trug kaum dazu bei, die Befürchtungen der Anleger zu zerstreuen, dass die nach wie vor hohen Energiekosten die Inflation anheizen und die Notenbank zu Zinserhöhungen veranlassen könnten. Diese Sorgen ließen die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit 2002 steigen. Zudem mieden die Anleger vor dem Arbeitsmarktbericht am Freitag das Risiko, und auch der Mangel an konkreten Verhandlungsfortschritten im Nahost-Krieg wurde als Argument für die trübe Stimmung genannt.

Der Dow sank um 0,5 Prozent auf 51.236 Punkte. Der marktbreite S&P 500 gab um 0,3 Prozent auf 7.660 Zähler nach. Für den Nasdaq 100 ging es minimal auf 30.273 Punkte aufwärts.

Die Verhandlungen mit den USA über die Straße von Hormus gehen nach Worten des iranischen Außenministers weiter. In dem festgefahrenen Konflikt versuche aktuell der Golfstaat Katar eine Lösung zu finden, sagte Abbas Araghtschi laut seinem Ministerium in New York. Die Öllieferungen durch die umkämpfte Meeresstraße nehmen zu. Immer wieder gibt es aber auch Berichte über den Beschuss von Schiffen.

Im Fokus steht neben dem Nahen Osten einmal mehr das Boom-Thema Künstliche Intelligenz (KI). Bei einem Kreisen zufolge geplanten KI-Gipfeltreffen im Weißen Haus sollen führende Branchenvertreter darüber diskutieren, wie der richtige Weg zwischen Innovation und Kontrolle aussieht. An dem Termin nehmen neben US-Präsident Donald Trump und dem Sprecher des Repräsentantenhauses Mike Johnson auch der Tech-Visionär Elon Musk, der Präsident des KI-Vorreiters OpenAI sowie die Chefs des Chipriesen Nvidia und des OpenAI-Rivalen Anthropic teil.

Anthropic sorgte außerdem für Neuigkeiten in puncto Börsengang, der zuletzt in der Schwebe war. Berichten zufolge strebt das Unternehmen eine Bewertung von über zwei Billionen US-Dollar an, was den bisherigen Rekordhalter SpaceX überbieten würde. Laut der Landesbank Baden-Württemberg sind aber besonders die für die kommenden Jahre geplanten KI-Infrastrukturausgaben mit 518 Milliarden Dollar "exorbitant" hoch.

Die Aktien von Nvidia büßten anfängliche Gewinne ein und gaben zuletzt leicht nach. Sie hatten am Montag nach der angekündigten, massiven Aufstockung von Aktienrückkäufen den Gewinnmitnahmen im Sektor getrotzt.

"Trotz der zuletzt aufgekommenen Zweifel an Wachstum, Investitionen und Bewertungen bleibt die KI-Story für viele Investoren attraktiv", schrieb Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. "Die ersten Risse sind sichtbar, aber die Story ist noch lange nicht gebrochen. Solange die Anleger an die langfristigen Wachstumsperspektiven glauben, werden Rücksetzer bei den entsprechenden Aktien weiterhin auch als Kaufgelegenheiten gesehen."

Die Anteilscheine von AMD stiegen um 0,6 Prozent. Der Chipkonzern gibt im Wettstreit mit Branchenführer Nvidia mehr als acht Milliarden Dollar für das Start-up einer KI-Pionierin aus.

Beim Chipkonzern Micron verteilten die Anleger schon Vorschuss-Lorbeeren für die am Mittwoch nachbörslich anstehenden Quartalszahlen: Die Aktien legten um gut ein Prozent zu.

An der Spitze des S&P 500 zogen die Anteilscheine von Carnival nach einer Prognoseerhöhung um gut zwölf Prozent an. Die Nachfrage nach Kreuzfahrten habe im Laufe des Quartals einen historischen Höchststand erreicht, hieß es. Im Kielwasser gewannen die Papiere von Royal Caribbean Cruises mehr als sechs Prozent./la/he

Infront USA 500 (all day)

WKN A0AET0 ISIN US78378X1072

Infront USA Industrial (all day)

WKN 969420 ISIN US2605661048

Infront USA Tec 100 (all day)

WKN A0AE1X ISIN US6311011026