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OTS: immowelt / Immobilienmarkt verliert im 3. Quartal an Schwung: Kaufpreise ...

30.09.2026
um 09:13 Uhr

Immobilienmarkt verliert im 3. Quartal an Schwung: Kaufpreise steigen
langsamer, Nachfrage verschiebt sich zur Miete
Nürnberg (ots) - Die aktuelle Ausgabe des immowelt Preiskompass für das 3.
Quartal zeigt:

- Preisanstiege flachen ab: Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser verteuern
sich deutschlandweit um jeweils 0,7 Prozent - im Vorquartal waren die Anstiege
mit +1,0 beziehungsweise +1,1 Prozent noch stärker
- Nachfrage verschiebt sich von Kauf zur Miete: Anteil der Mietanfragen steigt
in den 15 größten Städten binnen eines Jahres um bis zu 5 Prozentpunkte
- Berlin verliert an Dynamik: Wohnungspreise steigen im 3. Quartal nur noch um
0,2 Prozent; in München (+0,8 Prozent), Hamburg und Frankfurt (je +1,2
Prozent) verteuern sich Wohnungen deutlicher
- Hauspreise: Rückgänge in Berlin (-0,5 Prozent) und Frankfurt (-1,7 Prozent);
fortgesetzte Anstiege in München (+2,3 Prozent) und Hamburg (+0,5 Prozent)

Der Aufwärtstrend am deutschen Immobilienmarkt setzt sich im 3. Quartal fort,
verliert aber an Tempo. Die Angebotspreise von Bestandswohnungen sind zwischen
Juli und September deutschlandweit um 0,7 Prozent auf durchschnittlich 3.288
Euro pro Quadratmeter gestiegen. Im Vorquartal hatte das Plus noch 1,0 Prozent
betragen. Bei Einfamilienhäusern zeigt sich ein ähnliches Bild: Nach +1,1
Prozent im 2. Quartal verteuerten sie sich zuletzt ebenfalls um 0,7 Prozent auf
durchschnittlich 2.886 Euro pro Quadratmeter. Unter den 15 größten deutschen
Städten hat die Dynamik besonders in Berlin deutlich nachgelassen: Während sich
Eigentumswohnungen in der Hauptstadt zuletzt kaum noch verteuert haben, sind die
Hauspreise sogar gesunken. Parallel zur bundesweit abgeschwächten
Preisentwicklung verschiebt sich die Immobiliensuche zudem immer stärker vom
Kauf in Richtung Miete.

Das geht aus der aktuellen Ausgabe des immowelt Preiskompass für das 3. Quartal
2026 hervor. Darin wurde analysiert, wie sich die Angebotspreise von
Bestandshäusern und Bestandswohnungen in Deutschland sowie in den 15 größten
deutschen Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern entwickelt haben.

"Der Kaufmarkt kommt zunehmend an einen Punkt, an dem weitere Preissteigerungen
schwieriger werden", sagt immowelt Geschäftsführer Theo Mseka . "Das zeigt sich
besonders in den größten Städten: Während einige Märkte noch kräftig zulegen,
verlieren andere bereits deutlich an Dynamik. Gleichzeitig verschiebt sich die
Nachfrage stärker vom Kauf zur Miete. Für eine nachhaltige Belebung des
Kaufmarkts müssten sich deshalb vor allem die Bedingungen für Käufer
verbessern."

Nachfrage verschiebt sich vom Kauf zur Miete

Die veränderten Rahmenbedingungen am Kaufmarkt spiegeln sich zunehmend im
Suchverhalten auf immowelt wider. Von Januar bis August 2026 entfielen
deutschlandweit 18,3 Prozent der Anfragen auf Kaufimmobilien. Im
Vorjahreszeitraum waren es noch 19,4 Prozent. Der Anteil der Kaufanfragen ist
damit binnen eines Jahres um 1,1 Prozentpunkte zurückgegangen. Gleichzeitig
stieg der Anteil der Mietanfragen von 80,6 auf 81,7 Prozent.

In den bevölkerungsreichsten Städten ist die Verschiebung teilweise noch
ausgeprägter. Am stärksten nahm der Anteil der Mietanfragen in Stuttgart zu
(+5,3 Prozentpunkte), gefolgt von Essen (+4,4 Prozentpunkte), Nürnberg und Köln
(jeweils +4,1 Prozentpunkte) sowie Berlin (+4,0 Prozentpunkte). Entsprechend
ging in diesen Städten der Anteil der Kaufanfragen zurück.

Wohnungspreise: Berlin tritt auf der Stelle

Beim Blick auf die Entwicklung der Wohnungspreise in den größten deutschen
Städten zeigt sich eine spürbare Abschwächung. Während im Vorquartal noch 12 der
15 bevölkerungsreichsten Städte steigende Angebotspreise verzeichnet hatten,
waren es in den vergangenen 3 Monaten nur noch 10 Städte. Besonders deutlich
wird die gebremste Dynamik in Berlin: Nach +1,4 Prozent im 2. Quartal stiegen
die Preise von Bestandswohnungen zwischen Juli und September nur noch um +0,2
Prozent auf 5.007 Euro pro Quadratmeter. Hierzu hat neben den schwierigen
Finanzierungsbedingungen möglicherweise auch die im Zuge des Berliner Wahlkampfs
wieder aufgeflammte Vergesellschaftungsdebatte beigetragen. Diese könnte für
zusätzliche Unsicherheit bei Investoren gesorgt und die Preisanstiege somit
gedämpft haben.

In Hamburg (+1,2 Prozent), München (+0,8 Prozent) und Frankfurt (+1,2 Prozent)
legten die Angebotspreise von Bestandswohnungen im 3. Quartal weiter zu.
Rückgänge gab es dagegen in Duisburg (-1,9 Prozent), Dortmund (-1,0 Prozent),
Hannover (-0,8 Prozent) und Nürnberg (-0,3 Prozent). Die stärksten Anstiege
verzeichneten Düsseldorf (+3,7 Prozent) und Essen (+3,5 Prozent).

Hauspreise: Entwicklungen driften auseinander

Bei Einfamilienhäusern stiegen die Angebotspreise im 3. Quartal in 12 der 15
größten Städte - im 2. Quartal war es in 13 Städten zu Verteuerungen gekommen.

In Berlin gingen die Preise von Bestandshäusern nach einem Plus im Vorquartal in
den vergangenen 3 Monaten um 0,5 Prozent zurück, in Frankfurt sogar um 1,7
Prozent. Hamburg verlor ebenfalls an Tempo und legte nur noch um 0,5 Prozent zu.
München verzeichnete dagegen einen Anstieg von 2,3 Prozent, Köln von 3,8
Prozent.

Die stärksten Zuwächse gab es in Dortmund und Essen mit jeweils +4,2 Prozent.
Auffällig ist somit, dass einige der kräftigsten Hauspreisanstiege außerhalb der
teuersten Märkte stattfanden, während mehrere hochpreisige Städte zuletzt
schwächere Zuwächse oder sogar Rückgänge verzeichneten.

Daten für alle 15 Großstädte sowie weiterführende Analysen finden Sie im
immowelt Preiskompass für das 3. Quartal 2026. Die aktuelle Ausgabe steht hier
zum Download zur Verfügung. (https://content.cdn.immowelt.com/iw_group2/import/R
edaktion/Pressemitteilungen/2026/Der_immowelt_Preiskompass-Q3-2026.pdf)

Berechnungsgrundlage:

Basierend auf den auf immowelt.de veröffentlichten Immobilienanzeigen werden
jeden Monat die Preise für Wohnungen und Häuser für jede Stadt in Deutschland
berechnet. Für den immowelt Preiskompass werden die Angebotspreise für
Eigentumswohnungen und Häuser in den 15 Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern
analysiert. Um eine Vergleichbarkeit der Preise herzustellen, werden eine
Standardwohnung (75 Quadratmeter, 3 Zimmer, 1. Stock, Baujahr 1990er-Jahre,
keine weiteren Besonderheiten) und ein Standardhaus (Einfamilienhaus, 600
Quadratmeter Grundstücksfläche, 5 Zimmer, Baujahr zwischen 1945 und 1970)
verwendet. Damit die Heterogenität und die zeitliche Entwicklung des
Immobilienmarktes der jeweiligen Stadt berücksichtigt werden können, wird für
die Preisberechnung eine hedonische Anpassungsmethode verwendet. Diese basiert
auf der langjährigen Expertise in der Preisberechnung des französischen
Partnerportals Meilleurs Agents.

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(https://www.immowelt.de/ueberuns/presse/pressemitteilungenkontakt/) .

Über immowelt:

Das Immobilienportal immowelt.de ist einer der führenden Online-Marktplätze für
Miet- und Kaufimmobilien in Deutschland. Die Plattform bringt seit über 30
Jahren erfolgreich Eigentümer, Immobilienprofis und Suchende zusammen. Die
immowelt Mission ist es, künftig alle Schritte der Immobilientransaktion zu
digitalisieren, um diese für alle Beteiligten so unkompliziert und einfach wie
möglich zu gestalten. immowelt unterstützt mit datengestützten Services die
unkomplizierte Suche nach einer Mietwohnung, die effektive Vermarktung einer
Immobilie und maßgeschneiderte Finanzierungen der eigenen vier Wände. Dank
jahrzehntelanger Erfahrung und breitem Immobilien-Know-how kreiert immowelt so
das perfekte Erfolgserlebnis für Mieter und Vermieter, Immobilienprofis,
Immobilieneigentümer und Käufer.

Betrieben wird immowelt.de von der AVIV Germany GmbH, die zur AVIV Group gehört,
einem der größten digitalen Immobilien-Tech-Unternehmen der Welt.

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