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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax fällt unter 25.000 Punkte

01.10.2026
um 09:49 Uhr

FRANKFURT (dpa-AFX) - Belastet von Inflationssorgen und der Befürchtung steigender Zinsen ist der Dax am Donnerstag mit Verlusten in den Oktober gestartet. Nach etwas mehr als zwei Monaten, in denen sich der deutsche Leitindex nach oben hin von der 25.000-Punkte-Marke absetzen konnte, wurde sie nun wieder unterschritten.

Im frühen Geschäft gab der deutsche Leitindex um 1,2 Prozent auf 24.900 Zähler nach und fiel auf den tiefsten Stand seit Ende Juli. Der MDax , der Index der mittelgroßen Werte, sank um 1,3 Prozent auf 30.448 Punkte. Der EuroStoxx 50 , Leitindex der Euroregion, verlor zugleich 1,0 Prozent auf 6.205 Punkte.

Für Marktbeobachter Jochen Stanzl von der Consorsbank sind aktuell nach wie vor die Anleiherenditen der wichtigste Taktgeber am deutschen Aktienmarkt. "Mit jeder neuen Verkaufswelle am Anleihemarkt wächst der Druck auf den Dax", schrieb er. Hohe Inflationszahlen aus Deutschland und anderen europäischen Ländern hatten am Mittwoch für Verluste im Dax gesorgt. Den Monat September beendete der Leitindex schließlich mit einem insgesamt vierprozentigen Verlust und war dabei tags zuvor auch noch unter die für den mittel- bis langfristigen Trend wichtige 100-Tage-Linie gesackt. Diese hatte ihm die vergangenen Tage noch Halt gegeben.

Die Unterstützung durch die nachbörslich berichteten starken Quartalszahlen des US-Speicherchipherstellers Micron half dem Dax kaum, da nur sehr wenige Technologieaktien im Leitindex zu finden sind. Micron hatte ein weiteres Rekordquartal gemeldet und obendrein einen optimistischen Ausblick gegeben, was hierzulande die Infineon -Aktie mit plus 1,7 Prozent an die Index-Spitze katapultierte. Im MDax etwa profitierten Elmos als Index-Favorit mit plus 1,4 Prozent.

Die Aktie des Autozulieferers Continental war zweitstärkster Dax-Wert mit plus 0,7 Prozent. Letzte Signale des Managements vor der wegen der Quartalszahlen Anfang November anstehenden Schweigeperiode waren positiv ausgefallen. So hält UBS-Analyst David Lesne eine Aufstockung der Gesamtjahresziele für möglich, wie er schrieb. Das dritte Quartal dürfte stark ausgefallen sein und den operativen Ergebniskonsens übertreffen. Die Trennung von ContiTech dürfte ihm zufolge um den Jahreswechsel herum finalisiert werden.

Fresenius gaben derweil um 1,5 Prozent nach. Der Medizin- und Krankenhauskonzern will seine Biopharma-Tochter mAbxience komplett übernehmen. Für die übrigen Anteile im Umfang von 45 Prozent zahlt er bis zu 750 Millionen Euro.

Vonovia verloren im Dax 2,2 Prozent und auch Immobilienwerte aus dem MDax und SDax verloren in ähnlicher Größenordnung. Allesamt litten unter dem kräftigen Anstieg der Anleiherenditen.

Renk als MDax-Schlusslicht büßten 3,4 Prozent ein und gaben damit den vierten Tag in Folge nach. Diesmal litten sie unter einem negativen Analystenkommentar der Bank of America, die ihre Kaufempfehlung für die Rüstungsaktie gestrichen hat. Analyst David Holmes geht davon aus, dass die Getriebeproduktion auf dem aktuellen Niveau nicht zu halten ist. Das limitiere das langfristige Bewertungspotenzial trotz des attraktiven Servicegeschäfts, schrieb er.

Für Hensoldt dagegen bekräftigte Holmes sein Anlageurteil "Buy" und nahm das Papier des Anbieters von Verteidigungs- und Sicherheitselektronik zudem auf die "Small- and Midcap Europe Best Ideas"- Liste der Bank auf. Diese Aktie war mit plus 1,2 Prozent MDax-Favorit./ck/mis

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