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Original-Research: Medios AG (von Montega AG): Kaufen

02.10.2026
um 11:25 Uhr

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Original-Research: Medios AG - von Montega AG

02.10.2026 / 11:25 CET/CEST
Veröffentlichung einer Research, übermittelt durch EQS News - ein Service
der EQS Group.
Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw.
Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung
oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.

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Einstufung von Montega AG zu Medios AG

Unternehmen: Medios AG
ISIN: DE000A1MMCC8

Anlass der Studie: Update
Empfehlung: Kaufen
seit: 02.10.2026
Kursziel: 23,00 EUR
Kursziel auf Sicht von: 12 Monaten
Letzte Ratingänderung: -
Analyst: Tim Kruse, CFA; Ingo Schmidt, CIIA

Feedback Capital Markets Day: Weniger ist mehr

Wir hatten diese Woche die Gelegenheit, am Capital Markets Day der Medios AG
in Breda teilzunehmen. Unter dem Motto 'Next Level' präsentierten der
gesamte Vorstand sowie weite Teile der zweiten Führungsebene den
strategischen und quantitativen Ausblick bis 2031. Flankiert wurde die
Veranstaltung durch einen Standortbesuch bei Ceban.

Wir fassen die vorgestellte Strategie für uns unter dem Leitmotiv 'weniger
ist mehr' zusammen und kommentieren im Folgenden die aus unserer Sicht
wesentlichen Elemente entlang dieser Logik.

* Weniger Segmente: Künftig berichtet Medios nur noch zwei operative
Segmente - Specialty Pharma Supply (SPS) und Compounding. Das
internationale Geschäft (IB) geht dabei vollständig im neuen Segment
Compounding auf. Wir begrüßen diesen Schritt: Er bündelt operativ
weitgehend deckungsgleiche Aktivitäten, dürfte Synergien zwischen den
Bereichen leichter heben lassen und vereinfacht gleichzeitig die
Reporting-Struktur für den Kapitalmarkt.

* Weniger Dienstleistungen: Neben dieser eher formalen Verschlankung
fokussiert sich die Gruppe künftig auch inhaltlich auf weniger
Geschäftsfelder. So hat das Management die Aktivitäten im Bereich
Advanced Therapies eingestellt, da diese nach eigener Aussage außerhalb
der Kernwertschöpfung lagen und im Vergleich zu den übrigen
Geschäftsbereichen zu kapitalintensiv waren.

* Weniger Adjustments: Das Unternehmen wird künftig ebenfalls weniger
Bereinigungen im EBITDA ausweisen und sich dabei ausschließlich auf
Effekte aus M&A sowie Restrukturierung beschränken. Wir erwähnen diese
auf den ersten Blick kosmetische Maßnahme, weil sie uns sinnbildlich für
die transparentere interne wie externe Kommunikation erscheint, die mit
der überarbeiteten Strategie einhergeht.

[Abbildung]

* Mehr Umsatz: Für den Zeitraum bis 2031 hat das Unternehmen finanzielle
Ziele kommuniziert, die ein organisches Wachstum von 5% p.a. in beiden
Segmenten vorsehen, was im Segment SPS über unserer bisheringe Prognose
liegt. Ergänzend sollen M&A-Aktivitäten im Segment Compounding rund 300
Mio. EUR zum Umsatz beisteuern, wofür dem Unternehmen nach der neuen
internen Leverage-Obergrenze von 2,0x Net Debt/EBITDA bis zu 325 Mio.
EUR bis 2031 zur Verfügung stehen soll. In Summe soll der Konzernumsatz
bis 2031 somit auf 3,1 Mrd. EUR anwachsen.

* Mehr EBITDA: Das ajd. EBITDA soll inklusive M&A bis 2031 mit 170 Mio.
EUR deutlich überproportional zum Umsatz wachsen. Die adj. Marge im
Compounding soll inklusive der Beiträge aus M&A von 13,7% in 2025 auf
14,2% bis 2031 ansteigen. Die EBITDA Marge im SPS segment soll hingegen
bei ca. 3% verbleiben, was das Management im Rahmen der Q&A-Session
explizit als marktüberdurchschnittliche Leistung herausstellte (Phoenix:
2,2%, Noweda: 1,3%). Ohne den Beitrag aus M&A dürfte das EBITDA auf
Konzerneben nach unserer Berechnung bei rund 120 Mio. EUR liegen, was
rund 15% über unser bisherigen Prognose liegt.

* Mehr Synergien: Zur Erreichung dieser Ziele will Medios verstärkt aus
den eigenen Stärken schöpfen. Im Segment Compounding stehen dabei die
Netzwerkoptimierung (u. a. die Schließung Aschaffenburgs), eine höhere
Auslastung von Personal, Anlagen und Reinräumen durch gestaffelte
Schichten sowie die Bündelung überlappender API-Produktion an einzelnen
Standorten im Fokus. Ab H1 2027 soll zudem teilautomatisiertes
Compounding eingeführt werden, mit dem das Unternehmen bis zu 50%
niedrigere Personalkosten je Präparat sowie eine höhere
Produktkonsistenz anstrebt. Im Segment Specialty Pharma Supply liegt der
Schwerpunkt stärker auf granularer Steuerung: Profitabilität soll
künftig auf Kunden-, Produkt- und Transaktionsebene gesteuert und über
klare Schwellenwerte für Kosten und Profitabilität diszipliniert.

* Mehr Shareholder Return: Der CFO adressierte in seinem Vortrag offen die
aus Kapitalmarktsicht unbefriedigende Performance der vergangenen Jahre.
So wurde die Disziplinierte Kapitalallokation im Vortrag nochmal in den
Vordergrung gestellt und ein Aktienrückkaufprogramm als eine aktuell
vermutlich sinnvolle Möglichkeit für Shareholder returns diskutiert.

Das Thema Regulierung wurde in mehreren Vorträgen und Diskussionen im Rahmen
des CMD angerissen und vom Management wiederholt als grundsätzlich positiv
für Medios dargelegt, wenngleich sich Veränderungen häufig zunächst
belastend und erst mittelfristig vorteilhaft auswirken. So sehen wir es auch
beim jüngsten Schiedsspruch zur Hilfstaxe: Zwar steigen die Arbeitspreise
für die Herstellung parenteraler Zubereitungen, gleichzeitig wurden jedoch
die Abschläge auf einzelne Wirkstoffe zum Teil deutlich erhöht. Zudem wird
ab dem 1. Januar 2027 bei austauschbaren Biosimilars nur noch der
zweitgünstigste Anbieterpreis erstattet, was insbesondere die Onkologie
betrifft. In Summe dürfte sich die Änderung u. E. zunächst negativ
auswirken, weniger breit aufgestellte Wettbewerber und auf Zytostatika
spezialisierte Apotheken jedoch deutlich härter treffen. Da die
Wirtschaftlichkeit kleinerer Reinraumlabore weiter sinkt und Einkaufsvolumen
überproportional an Bedeutung gewinnt, erwarten wir mittelfristig eine
beschleunigte Marktkonsolidierung und weiter Marktansteilsgewinne für
Medios.

Prognoseanpassung: Wir haben unsere Prognosen im Hinblick auf die neuen
Mittelfristziele überarbeitet und insbesondere unsere Umatzerwartung für den
Bereich SPS angehoben. Zudem haben wir unserer mittelfristigen Erebnisziele
angehoben uns für das laufende und kommende Jahr jedoch etwas vorisichtiger
positioner um den Auswirkungen aus dem Schiedsspruch zur Hilfstaxe rechnung
zu tragen.

Fazit: Wir kehren mit einem grundsätzlich positiven Eindruck vom Capital
Markets Day aus Breda zurück. Auch wenn uns die vorgestellte Strategie an
einigen Stellen noch etwas undifferenziert erscheint, haben wir hierfür
angesichts des langen Planungshorizonts sowie der neu zusammengesetzten
Vorstandsmannschaft Verständnis. Zudem signalisierte das Management, dass
weitere Maßnahmen, etwa im Working-Capital-Management, zu gegebener Zeit
konkretisiert werden sollen. Der Vertrauensgewinn am Kapitalmarkt wird u. E.
aber Zeit brauchen, und das Management wird sich, auch nach eigenem
Anspruch, an seinen Aussagen messen lassen müssen. Kurzfristig dürfte der
Schiedsspruch zur Hilfstaxe die Ergebnisentwicklung der kommenden Quartale
belasten, mittelfristig aber Chancen für weitere Marktanteilsgewinne
eröffnen. Wir erwarten daher eine eher graduelle Verbesserung über die
kommenden Jahre. Vor diesem Hintergrund halten wir eine gewisse
Zurückhaltung der Investoren für nachvollziehbar, einen Bewertungsabschlag
von mehr als 50% auf Basis des EV/EBITDA 2027e gegenüber dem direkten Peer
Fagron jedoch für deutlich überzogen. Daraus ergibt sich u. E. ein äußerst
attraktives Chance-Risiko-Verhältnis. Wir bekräftigen daher unsere
Kaufempfehlung mit einem in Summe unveränderten Kursziel von 23,00 EUR.

+++ Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Abschluss
bestimmter Börsengeschäfte. Bitte lesen Sie unseren RISIKOHINWEIS /
HAFTUNGSAUSSCHLUSS unter http://www.montega.de +++

Über Montega:

Die Montega AG ist eine innovative Investment-Banking-Boutique mit klarem
Fokus auf den Mittelstand und agiert als Plattformanbieter für den Austausch
zwischen börsennotierten Unternehmen und institutionellen Investoren.
Montega erstellt hochwertiges Equity Research, veranstaltet vielfältige
Kapitalmarktevents im In- und Ausland und bietet eine umfassende
Unterstützung bei Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungen. Die Mission:
Emittenten und Investoren zusammenbringen und für Transparenz im
Börsenumfeld sorgen. Dabei konzentriert sich Montega auf jene
Marktteilnehmer, deren Sprache die Mittelstandsexperten am besten
beherrschen: Small- und MidCaps auf der einen sowie Vermögensverwalter,
Family Offices und Investment-Boutiquen mit einem Anlagefokus im
Nebenwertebereich auf der anderen Seite.

Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden:
https://nwr.eqs-cockpit.com/fncls2.ssx?fn=redirect&u=76c6b3e2d972c30bef77c1ee9a5f632f

Kontakt für Rückfragen:
Montega AG - Equity Research
Tel.: +49 (0)40 41111 37-80
Web: www.montega.de
E-Mail: info@montega.de
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2409588 02.10.2026 CET/CEST

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Medios AG

WKN A1MMCC ISIN DE000A1MMCC8