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05.10.2026
um 09:20 Uhr

APA ots news: Zentralbanken im Zeitalter von KI und Digitalisierung: Finanzmarktstabilität sichern

Internationale Fachkonferenz in Wien diskutiert
Herausforderungen für Zentralbanken und Finanzaufsicht

Wien (APA-ots) - Wie verändern Digitalisierung, künstliche Intelligenz
(KI) und
geopolitische Spannungen die Finanzmarktstabilität und das Management
von Finanzkrisen? Dieser Frage widmet sich die internationale
Fachkonferenz "New Challenges in Safeguarding Financial Stability and
Managing Financial Crises in a World of Digital Finance and
Artificial Intelligence: Implications for Central Banks", die am 5.
Oktober 2026 in Wien stattfindet. Veranstaltet wird die Konferenz von
der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) gemeinsam mit dem Joint
Vienna Institute (JVI), SUERF - The European Money and Finance Forum
sowie dem Yale Program on Financial Stability (USA).

Ein stabiles Finanzsystem ist eine wesentliche Voraussetzung für
nachhaltiges Wirtschaftswachstum und die Finanzierung von Unternehmen
und Haushalten. Technologische Innovationen, die zunehmende
Verbreitung von KI, neue Formen der Finanzintermediation und
geopolitische Spannungen verändern das Umfeld von Zentralbanken und
Aufsichtsbehörden grundlegend. Die Konferenz nimmt diese
Entwicklungen zum Anlass, die zentralen Herausforderungen für
Finanzmarktstabilität und Krisenmanagement zu analysieren und
mögliche Antworten zu diskutieren. "Digitale Technologien,
insbesondere künstliche Intelligenz, eröffnen neue Chancen, bringen
aber auch neue Stabilitätsrisiken mit sich. Diese Risiken frühzeitig
zu erkennen und ihnen vorzubeugen, ist eine Kernaufgabe von
Zentralbanken und Aufsichtsbehörden", betont Gouverneur Martin
Kocher.

Im Mittelpunkt der Konferenz stehen vier Themenbereiche: (i) die
Entwicklung von Risiken für die Finanzmarktstabilität in einem sich
rasch wandelnden Umfeld, (ii) die Auswirkungen von Digitalisierung
und KI auf Finanzinstitute und Finanzmärkte, (iii) die Rolle von
Zentralbanken als Kreditgeber letzter Instanz ("Lender of Last
Resort") im digitalen Zeitalter sowie (iv) die regulatorischen und
aufsichtlichen Konsequenzen dieser Veränderungen.

Die Konferenz widmet sich zudem der Frage, wie angesichts
technologischer Umbrüche regulatorische Vorgaben vereinfacht werden
können, ohne die Widerstandsfähigkeit des Finanzsystems zu
beeinträchtigen. Hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus
Zentralbanken, Aufsichtsbehörden und internationalen Organisationen
diskutieren, wie diese Balance in einem anhaltend herausfordernden
wirtschaftlichen und geopolitischen Umfeld erreicht werden kann.
"Entscheidend wird sein, Innovation zu fördern und zugleich die
Resilienz des Finanzsystems wahren", erklärt Thomas Steiner, Direktor
der Oesterreichischen Nationalbank.

Die Konferenz bringt international renommierte Expertinnen und
Experten aus Zentralbanken, Aufsichtsbehörden, internationalen
Organisationen, Wissenschaft und Banken nach Wien. Zur Konferenz
werden über 500 Teilnehmende aus aller Welt vor Ort und online
erwartet. Besondere Akzente setzen Claudia Buch, Vorsitzende des
Aufsichtsgremiums der Europäischen Zentralbank (EZB), Pablo Hernández
de Cos, Generaldirektor der Bank für Internationalen
Zahlungsausgleich (BIZ), Klaas Knot, Fellow am Peterson Institute for
International Economics und ehemaliger Präsident der De Nederlandsche
Bank sowie Tobias Adrian, ehemaliger Direktor der Abteilung Geld- und
Kapitalmärkte des Internationalen Währungsfonds (IWF). Darüber hinaus
diskutieren weitere hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus
Zentralbanken, Aufsichtsbehörden, internationalen Organisationen und
der Finanzwirtschaft aktuelle Herausforderungen für
Finanzmarktstabilität, Regulierung und Aufsicht.

Die Veranstaltung findet als Hybridkonferenz in der OeNB in Wien
statt und richtet sich an Fachleute sowie an die interessierte
Öffentlichkeit. Ziel der Konferenz ist es, den internationalen
Austausch zu Fragen der Finanzmarktstabilität zu stärken und
Lösungsansätze für Krisenmanagement, Regulierung und Aufsicht zu
diskutieren.

Weitere Informationen zur Konferenz finden Sie auf der OeNB-
Website.

Rückfragehinweis:
Oesterreichische Nationalbank
Mag. Marlies Schroeder, MiM
Telefon: +43-1-404 20-6900
E-Mail: marlies.schroeder@oenb.at
Website: https://www.oenb.at

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