AfD-Landtagspräsident - Weidel fordert Ende der Brandmauer
BERLIN (dpa-AFX) - Die AfD-Spitze sieht sich nach der erstmaligen Wahl eines AfD-Landtagspräsidenten in Magdeburg bestätigt. Man freue sich über das Ergebnis, sagte Co-Parteichefin Alice Weidel vor Journalisten in Berlin. "Und wir haben das natürlich vorher gewusst, dass das so kommen wird, dass Herr Rausch zum ersten Landtagspräsidenten so klar auch gewählt wird, fast mit einer eigenen absoluten Mehrheit", fügte sie hinzu.
Die AfD-Landtagsfraktion habe mit anderen Fraktionen und Einzelabgeordneten gesprochen und sei zu einem "sehr guten Comment" gekommen - gemeint sind Umgangsregeln. Sie hoffe, dass die CDU auf Bundesebene zur Vernunft zurückkehre. "Denn in einer Demokratie muss man miteinander sprechen und man kann sich nicht hinter undemokratischen Brandmauern verstecken." Weidel wiederholte, die Hand der AfD sei ausgestreckt "und man sollte es doch einfach tun, denn ein "Weiter so" kann sich Deutschland einfach nicht mehr leisten".
Mit 48 Stimmen, vier Stimmen mehr als AfD und BSW haben, war Tobias Rausch im Landtag von Sachsen-Anhalt in geheimer Wahl zum ersten AfD-Parlamentspräsidenten gewählt worden. Gemutmaßt wird, dass die Stimmen von der CDU gekommen sein könnten. Weidels Co-Chef Tino Chrupalla nannte Rauschs Eröffnungsrede im Anschluss "sehr gut und auch sehr verbindend". Er habe dabei gezeigt, dass er die Hand ausstrecke./jr/DP/nas