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POLITIK/Henrichmann: Signale bei befreundeten Geheimdiensten nötig

07.10.2026
um 10:44 Uhr

BERLIN (dpa-AFX) - Nach Bekanntwerden des Spionageverdachts gegen Ex-BND-Präsident August Hanning hält der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums jetzt Signale an befreundete Geheimdienste für erforderlich. Der Verdacht gegen Hanning habe "eingeschlagen", doch die deutschen Dienste hätten "international ein sehr hohes Renommee", sagte Marc Henrichmann (CDU) auf NDR Info. Er glaube, "das kriegt man auch wieder in die Spur, wenn ja, wenn wir die richtigen Signale setzen".

Seit dem Ausscheiden Hannings aus dem BND und der Beendigung der ihm vorgeworfenen Aktionen vor vier Jahren habe sich vieles bei dem Geheimdienst verändert. Hinzu komme: "Dass das Anwerben, das Kontaktieren, das vielleicht sogar Umdrehen von Menschen auch in Sicherheitsbehörden zum Portfolio eines jeden Dienstes gehört, das wissen natürlich auch unsere Partner." Nun sei wichtig, sich bestmöglich dagegen zu schützen.

Hanning soll heute in Karlsruhe einem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs (BGH) vorgeführt werden. Der 80-Jährige war am Dienstag in Nordrhein-Westfalen festgenommen worden, die Bundesanwaltschaft wirft ihm geheimdienstliche Agententätigkeit, landesverräterische Ausspähung, Auskundschaften von Staatsgeheimnissen und versuchten Landesverrat vor./eub/DP/mis