FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein abrupter Wechsel an der Unternehmensspitze hat am Mittwoch die Anleger von Fresenius Medical Care (FMC)
Am Ende stand ein Minus von fast sieben Prozent auf 37,42 Euro zu Buche. Damit waren die FMC-Papiere das Schlusslicht im schwachen deutschen Leitindex Dax
Die langjährige Vorstandsvorsitzende Helen Giza scheidet zum Ablauf des 11. Oktober aus dem Unternehmen aus, teilte FMC mit. Nähere Details nannte der Konzern nicht. Der Aufsichtsrat beschloss einstimmig, Shervin Korangy mit Wirkung zum 12. Oktober zum neuen Konzernchef zu bestellen. Sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrats der Gesellschaft hatte Korangy niedergelegt.
Analyst David Adlington von der US-Bank JPMorgan bezeichnete sowohl die Nachricht als auch deren Zeitpunkt als überraschend. Schließlich habe FMC gerade ein Quartal beendet, das als schwierig befürchtet worden sei.
Optimisten hätten zudem gehofft, dass Giza das Aufwärtspotenzial durch die Einführung der High-Volume-Hämodiafiltration in den USA aufzeigen könnte, fuhr der Experte fort. Dabei handelt es sich um eine erweiterte Form der Nierenersatztherapie (Blutwäsche) bei chronischem Nierenversagen. Nach Auffassung von Adlington ist dies nun angesichts der Ankündigung vom Mittwoch weniger wahrscheinlich.
Durch den Kursrutsch zur Wochenmitte hat sich das Chartbiid für FMC deutlich eingetrübt. Die Aktien fielen unter alle wichtigen kurz-, mittel- und langfristigen Durchschnittslinien./la/edh/he