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EU kritisiert Trumps Diesel-Deal: Geld für Russlands Krieg

11.10.2026
um 10:28 Uhr

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die EU übt scharfe Kritik an der Diesel-Vereinbarung von US-Präsident Donald Trump mit Kremlchef Wladimir Putin. "Bei russischen Angriffen sind innerhalb von zwei Tagen mehr als 80 ukrainische Zivilisten getötet worden. Zugleich hat Russland seine hybriden Angriffe gegen Europa verstärkt - sowohl gegen EU-Mitgliedstaaten als auch gegen Nato-Verbündete", erklärte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas zu den neuen Entwicklungen. Das Aussetzen von Sanktionen gegen russische Diesellieferungen verschaffe Moskau zusätzliche Einnahmen, um seinen Krieg zu finanzieren.

Kallas betonte, dass die EU den Druck auf Russland nicht verringern werde. An diesem Montag wollten die EU-Außenminister so viele neue Personen und Organisationen wegen ihrer Unterstützung für Russlands Kriegsmaschinerie sanktionieren wie noch nie seit Kriegsbeginn.

Moskau antwortete mit einer harschen Kritik an Kallas. "Plutarch sagte: "piscis primum a capite foetat" - der Fisch fängt am Kopf an zu stinken", sagte Russlands Außenamtssprecherin Maria Sacharowa der Staatsagentur Tass. "Heutzutage gibt es eine Fortsetzung dieser Weisheit: Und die EU - bei Kallas."

US-Präsident Trump hatte zuvor nach einem Gespräch mit Putin eine Vereinbarung zu Lieferungen von Hunderttausenden Tonnen Diesel aus Russland verkündet. Die USA wollen dafür vorübergehend Sanktionen gegen russischen Diesel aufheben. Der Kreml bestätigte den Deal. Trump steht in den USA angesichts gestiegener Spritpreise vor den wichtigen Zwischenwahlen in weniger als einem Monat aktuell stark unter Druck./aha/DP/zb