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Friedensnobelpreisträgerin Pillay kritisiert US-Sanktionen

11.10.2026
um 11:23 Uhr

OSLO (dpa-AFX) - Die frisch gekürte Trägerin des Friedensnobelpreises Navanethem Pillay hat die US-Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) erneut scharf kritisiert.

"Es gibt Hunderte Mitarbeiter, die sich bedroht fühlen. Manche der Angestellten, die aus den USA kommen, sind ausgestiegen", sagte sie in einer Videoschalte bei einer Veranstaltung des Nobel-Friedenszentrums in Oslo. Sie fügte hinzu: "Vor allem aber hat ein Land Sanktionen gegen die Richter verhängt, nur wegen der Anordnungen, die sie erlassen haben. Das ist beispiellos und inakzeptabel", so die frühere IStGH-Richterin.

"Alle sprechen von Hoffnung"

Die Ankündigung der US-Regierung kam nur wenige Stunden nachdem der Preis an die Südafrikanerin verliehen worden war. Laut US-Außenministerium werden durch die Sanktionen jegliche Vermögenswerte des Internationalen Strafgerichtshofs in den USA gesperrt und müssen dem US-Finanzministerium gemeldet werden. US-Bürgern sind sämtliche Transaktionen mit dem Weltstrafgericht verboten.

Pillay hatte sich kurz darauf in den ARD-"Tagesthemen" schockiert darüber gezeigt, aber auch gesagt: "Ich glaube fest an dieses Gericht." Es werde bestehen bleiben und ein Erfolg sein.

In der Videoschalte sagte die Nobelpreisträgerin, sie habe seit der Mitteilung über den Preis Tausende von Nachrichten erhalten, berichtete Pillay und fügte hinzu: "Alle sprechen von Hoffnung und davon, dass genau darin die Kraft dieses Preises liegt."/cmy/DP/zb