ROUNDUP: Merz und Selenskyj fordern Waffenruhe für Energieanlagen
BERLIN/KIEW (dpa-AFX) - Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sehen Russland in der Pflicht, einem Waffenstillstand für die gesamte Energieinfrastruktur zuzustimmen. Das teilte der Sprecher der Bundesregierung, Stefan Kornelius, nach einem Telefonat der beiden Regierungschefs mit.
Selenskyj habe den Bundeskanzler über die massiven russischen Luftangriffe auf zivile Ziele und die ukrainische Energieinfrastruktur am vergangenen Wochenende informiert. Merz habe die Solidarität Deutschlands bekräftigt, erklärte Kornelius. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor behauptet, dass die Ukraine und Russland auf Angriffe auf den Energiesektor der jeweils anderen Kriegspartei verzichten würden. Selenskyj hatte sich für den Vorschlag offen gezeigt, allerdings betont, dass Russland darauf bislang nicht eingegangen sei.
Ankündigung neuer Treffen durch Selenskyj
Selenskyj bestätigte Gespräche mit Merz und weiteren ausländischen Spitzenpolitikern, darunter Nato-Generalsekretär Mark Rutte und der polnische Regierungschef Donald Tusk. "Alle haben eine absolut klare Position: Die Ukraine muss unterstützt und Russland darf keine Chance gegeben werden, die Ukraine und Europa zu brechen", sagte Selenskyj in einer Videobotschaft. Er dankte für die bereits gewährte Unterstützung: "Das Wichtigste ist, dass es Hilfspakete gibt, die unserer Verteidigung und unserem Schutz dienen."
Wie Selenskyj mitteilte, hat er einem Treffen der nationalen Sicherheitsberater im E3-Ukraine-Format zugestimmt. Dazu gehören Deutschland, Großbritannien und Frankreich. "Wir haben ebenso Unterstützung für die finanzielle Widerstandsfähigkeit der Ukraine besprochen", schrieb er in einer weiteren Mitteilung auf sozialen Netzwerken. Deutschland arbeite auch an einem neuen Termin für einen Gipfel der "Koalition der Willigen" aus mehr als 30 Staaten. "Dank dir, Friedrich! Dank dir, Deutschland!", endete er seinen Beitrag./rew/DP/he