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Selenskyj beklagt fehlende Warnung vor russischen Raketen

13.10.2026
um 23:15 Uhr

KIEW (dpa-AFX) - Nach einem weiteren ballistischen Raketenangriff Russlands hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die ausgebliebene Warnung der Verbündeten beklagt. "Erneut ohne Warnung von den Partnern", schrieb Selenskyj auf Telegram. Ziel sei ein Heizkraftwerk im Ostteil der Hauptstadt Kiew gewesen. "Leider gab es einen Treffer", räumte er ein. Die Raketen seien erst im Anflug auf Kiew von den Radaren entdeckt worden. Bei dem Angriff wurde den Hauptstadtbehörden zufolge ein Mensch getötet und mindestens sechs verletzt.

Der Staatschef warf Russland die Vorbereitung neuer Angriffe vor. "Und das ist überhaupt nicht gerecht, wenn sie (die Russen) Energieanlagen zerstören und die Ukraine nicht einmal Warnungen vor dem Start von ballistischen Raketen erhält", schrieb er. Es sei wichtig, dass die USA wirklich sehen, was vor sich geht und wer Schuld daran habe, dass der Krieg weitergeht.

Die Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 mit westlicher Hilfe gegen eine großangelegte russische Invasion. Vor allem die USA versorgen das osteuropäische Land mit Aufklärungsdaten unter anderem über Raketenstarts. US-Präsident Donald Trump bestritt zuletzt, dass Washington das Teilen von militärischen Informationen mit der Ukraine eingestellt habe./ast/DP/he