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Klingbeil nach Bas-Rücktritt: Musste einmal gesagt werden

15.10.2026
um 08:47 Uhr

BANGKOK/BERLIN (dpa-AFX) - Nach dem Rücktritt von Arbeitsministerin Bärbel Bas und der darauffolgenden Kritik der SPD an der Union hält Vizekanzler Lars Klingbeil an seinen Äußerungen fest, will aber auch nach vorne schauen. "Das sind Dinge, die einmal gesagt werden mussten, weil sie das politische Klima auch belastet haben in den letzten Wochen", sagte der SPD-Vorsitzende im ZDF-"Morgenmagazin". Die Dinge seien nun gesagt worden, aber für ihn gehe es jetzt darum, in der Regierung weiter Verantwortung wahrzunehmen. "Wir wollen das Land voranbringen", so der Finanzminister. Er gab das Interview aus Bangkok, wo er an der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) teilnimmt.

In Bezug auf den Streit um die Rentenreform zeigte Klingbeil sich zuversichtlich: Es müssten noch Punkte besprochen werden, er sei aber optimistisch, "dass wir das geklärt bekommen und die Rentenreform schnell auf den Weg bringen".

Bas war am Montag von ihren Ämtern als Arbeitsministerin und SPD-Chefin zurückgetreten. Als Grund nannte sie die Trauer um ihre vor kurzem gestorbene Stieftochter, aber auch Angriffe gegen sich in dieser schwierigen Zeit, auch vonseiten des Koalitionspartners, der Union. Klingbeil hatte von "unanständigen" Angriffen gesprochen.

Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz hat Vorwürfe aus der SPD zurückgewiesen. Er habe in den vergangenen drei Wochen von seiner eigenen Partei "jede persönliche, auch christliche Rücksichtnahme auf sie eingefordert", sagte er bereits am Montag. Er könne nicht feststellen, dass die Union dagegen verstoßen habe./rew/DP/mis