dpa-AFX Compact

EQS-News: Cloover startet die "Cloover Einspeisevergütung": Direktvermarktung für private Solaranlagen (deutsch)

15.10.2026
um 10:00 Uhr

Cloover startet die "Cloover Einspeisevergütung": Direktvermarktung für private Solaranlagen

^
EQS-News: Cloover GmbH / Schlagwort(e): Produkteinführung
Cloover startet die "Cloover Einspeisevergütung": Direktvermarktung für
private Solaranlagen

15.10.2026 / 10:00 CET/CEST
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

---------------------------------------------------------------------------

PRESSEMITTEILUNG

Cloover startet die "Cloover Einspeisevergütung": Direktvermarktung für
private Solaranlagen

Das Energie-Fintech bringt einen Tarif für die sonstige Direktvermarktung
von Dachanlagen bis 25 Kilowatt auf den Markt und widerspricht der Sorge,
mit dem Ende der festen EEG-Vergütung sei die Photovoltaik auf dem Hausdach
nicht mehr rentabel. Nach Cloovers Modellrechnung kann eine Anlage mit
Speicher und Steuerung am Markt so viel verdienen wie heute, in vielen
Fällen mehr.

Berlin, 15. Oktober 2026. Das Energie-Fintech Cloover bringt mit der
"Cloover Einspeisevergütung" einen Tarif für die sonstige Direktvermarktung
privater Photovoltaikanlagen auf den Markt. Betreiber von Dachanlagen bis 25
Kilowatt verkaufen ihren eingespeisten Solarstrom damit viertelstundengenau
zum Börsenpreis; Anmeldung beim Netzbetreiber, Marktprozesse und Abrechnung
übernimmt Cloover. Der Tarif startet ab sofort, ist monatlich kündbar, ohne
Einrichtungsgebühr und ohne Hardware-Bindung. Cloover gehört damit zu den
ersten Anbietern, die im Zuge der EEG-Novelle einen Direktvermarktungstarif
für Privathaushalte live stellen, und ist nach Kenntnis des Unternehmens der
erste, bei dem sich der Tarif tatsächlich online abschließen lässt, ohne
Warteliste und ohne Anfrageformular.

Die Kernbotschaft: Photovoltaik bleibt ein rentabler Fall, auch ohne feste
Vergütung

Der Regierungsentwurf des EEG 2027 sieht vor, dass neue Solaranlagen unter
25 Kilowatt nur noch eine befristete Übergangszahlung erhalten und ihren
Strom danach selbst vermarkten. Seit der Entwurf vorliegt, ist im Markt
Verunsicherung entstanden, was nach der festen Vergütung kommt und ob sich
eine Dachanlage dann überhaupt noch lohnt. Mehrere Verbände haben die
Direktvermarktung im Gesetzgebungsverfahren als für kleine Anlagen derzeit
nicht praktikabel bezeichnet, mit Verweis auf fehlende digitale Abläufe und
hohe Fixkosten.

Cloover setzt dem ein Produkt und eine Rechnung entgegen. Nach Cloovers
Modellrechnung verschlechtert der Wegfall der festen Vergütung die
Wirtschaftlichkeit einer Anlage mit Speicher und Steuerung strukturell
nicht: Im Beispiel einer Familie mit 5.000 Kilowattstunden Verbrauch, 10
Kilowatt Anlage und 15 Kilowattstunden Speicher liegt der Einspeiseerlös
nach allen Gebühren mit rund 495 Euro im Jahr über den 439 Euro der heutigen
festen Vergütung, weil der eingespeiste Strom abends verkauft wird, wenn der
Börsenpreis im Sommer 2026 mit 17 Cent mehr als doppelt so hoch lag wie die
feste Vergütung von 7,7 Cent.
"Direktvermarktung ist kein Problem. Anmeldung beim Netzbetreiber,
Marktprozesse, Abrechnung: Das übernehmen wir", sagt Florent Erbar, Director
Energy & Operations bei Cloover. "Die Sorge, dass Hausdächer ihren Strom
nicht selbst vermarkten können, war vor ein paar Jahren berechtigt. Mit
intelligenten Messsystemen und digitaler Marktkommunikation ist sie es nicht
mehr, und das wollen wir mit diesem Produkt zeigen." Der Abschluss dauert
rund zwei Minuten und braucht Anlagendaten, Zählernummer und Adresse.

Mit Speicher und Energiemanager mehr als die gesetzliche Einspeisevergütung

Der Strommarkt liefert den Grund. Nach den Daten des Fraunhofer ISE
(Energy-Charts) lag der Day-Ahead-Preis von April bis September 2026 im
Mittel bei 11,0 Cent je Kilowattstunde, zwischen 11 und 15 Uhr bei 2,9 Cent
und zwischen 18 und 21 Uhr bei 17,2 Cent. Solarstrom erzielte 2025 im
Jahresmittel nur 4,5 Cent, weil er fast ausschließlich mittags ins Netz
geht. Der Strompreissimulator des Fraunhofer ISE beziffert den mittleren
Abstand zwischen der teuersten und der billigsten Viertelstunde eines Tages
2025 auf 13 Cent. Genau diesen Abstand holt ein Speicher mit Steuerung: Mit
Cloovers Energiemanager Pulse lädt er mittags und speist abends ein, bei
negativen Preisen wird abgeregelt. Eine 10-Kilowatt-Anlage mit Speicher und
Steuerung kommt nach Cloovers Modellrechnung je nach Speichergröße und
Verbrauchsprofil auf einen erwarteten Einspeisepreis von rund 10 bis 12 Cent
je Kilowattstunde, inklusive des im EEG 2027 vorgesehenen
Direktvermarktungsbonus von 1,5 Cent, also etwa den Durchschnittspreis des
Sommerhalbjahres statt des Solar-Marktwerts. Die gesetzliche
Einspeisevergütung nach EEG liegt für dieselbe Anlage derzeit bei 7,7 Cent.

Wer noch die gesetzliche EEG-Vergütung erhält und keinen Speicher hat, dem
rät Cloover im Checkout ausdrücklich, dabei zu bleiben. Wie sich die drei
Wege für eine konkrete Anlage unterscheiden, zeigt das Rechenbeispiel:

Gesetzliche Übergangszahlung EEG Cloover
Einspeisevergütung 2027 (Neuanlage, 36 Einspeisever-
(Anlage bis 2026) Monate) gütung mit
Pulse
Vergütung 7,70 ct fest 5,20 ct fest Ø 12 ct¹
je kWh
Einspeise- 439 EUR 296 EUR 684 EUR
erlös
Gebühren² 0 EUR 0 EUR -189 EUR
Netto aus 439 EUR 296 EUR 495 EUR
der
Einspei-
sung
Unter- -143 EUR +56 EUR
schied zu
heute
¹ Erwartungswert aus dem Cloover-Rechner: Börsenpreis je Viertelstunde,
Einspeisung mit Pulse in die Abendstunden verschoben, plus 1,5 ct
Direktvermarktungsbonus nach dem Entwurf des EEG 2027. Kein garantierter
Preis. ² 4,99 EUR im Monat, 1 ct je eingespeister kWh, Cloover Pulse 5,99 EUR im
Monat.

Lesart: Der Eigenverbrauch von 3.800 kWh ist in allen drei Fällen gleich und
bleibt der größte Nutzen der Anlage; die Tabelle zeigt nur den eingespeisten
Teil. Der Unterschied entsteht nicht durch mehr Kilowattstunden, sondern
durch den Zeitpunkt. Der Speicher verkauft abends zu 17 ct statt mittags zu
3 ct. Mit 10 kWh Speicher reicht die freie Kapazität dafür nicht, mit 20 kWh
liegt die Direktvermarktung noch deutlicher vorn.

Die Speicher werden größer, nicht die Kosten

Cloover geht davon aus, dass die Direktvermarktung den Trend zu größeren
Heimspeichern beschleunigt. Ein Speicher, der nur den Eigenverbrauch deckt,
ist im Sommer mittags voll; erst zusätzliche Kapazität macht aus der
Mittagsspitze einen Abendverkauf. Teurer wird die Anlage dadurch für den
Kunden nicht zwingend: Nach gängigen Marktindizes sind die Preise für
Heimspeicher in den vergangenen zwei Jahren um rund 20 Prozent gefallen,
seit Anfang 2023 um etwa die Hälfte. Fünf Kilowattstunden mehr Speicher
bringen in Cloovers Modellrechnung rund 130 Euro im Jahr zusätzlich am
Markt, zuzüglich des höheren Eigenverbrauchs.
"Installateure bekommen jetzt von ihren Kunden die Frage, was aus dem Strom
wird, wenn die feste Vergütung wegfällt. Die Antwort ist: Er wird verkauft,
zum echten Preis, automatisch und ohne dass sich der Kunde um Prozesse
kümmern muss. Und der Speicher, der das möglich macht, wird jedes Jahr
günstiger", sagt Jodok Betschart, Mitgründer und CEO von Cloover.

Für Installationsbetriebe: eine Antwort auf die häufigste Kundenfrage

Die Cloover Einspeisevergütung steht allen Cloover-Kunden offen und ist für
Installationsbetriebe gedacht, die sie ihren Kunden anbieten wollen: Sie
zeigen im Verkaufsgespräch den erwarteten Einspeisepreis für die konkrete
Anlage und verkaufen Speicher, Energiemanager und Direktvermarktung als
Paket. Wer noch keinen Speicher hat, kann ihn über seinen
Installationsbetrieb bei Cloover finanzieren; die Raten werden mit den
Energieerlösen verrechnet. Interessierte Installationsbetriebe erreichen
Cloover unter installer@cloover.com.

So funktioniert die Cloover Einspeisevergütung

Cloover meldet die Anlage beim Netzbetreiber zur sonstigen Direktvermarktung
nach § 21a EEG an, übernimmt Marktkommunikation und Bilanzkreisverantwortung
und rechnet monatlich zum Day-Ahead-Preis der Strombörse ab. Der Tarif
kostet 4,99 Euro im Monat plus einen Cent je eingespeister Kilowattstunde,
jeweils inklusive Umsatzsteuer; Cloover Pulse zur Speichersteuerung ist
optional für 5,99 Euro im Monat erhältlich. Kunden ohne intelligentes
Messsystem bekommen es über Cloover eingebaut, der Einbau ist kostenlos. Die
ersten Anlagen gehen zum 1. Dezember 2026 in die Vermarktung.

Das eigentliche Risiko: die 50-Prozent-Begrenzung der Einspeiseleistung

Während die Direktvermarktung aus Cloovers Sicht lösbar ist, sieht das
Unternehmen an anderer Stelle des Entwurfs ein echtes Problem für
Solarkunden. Der von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche vorgelegte
Regierungsentwurf sieht in § 9 vor, dass neue Dachanlagen bis 100 Kilowatt
ihre Einspeisung am Netzanschlusspunkt dauerhaft auf 50 Prozent der
installierten Leistung begrenzen müssen, auch wenn sie steuerbar sind oder
in der Direktvermarktung laufen. Diese Grenze trifft die Rentabilität jeder
neuen Anlage, unabhängig davon, wie der Strom vermarktet wird, und nimmt
gerade den Anlagen mit Speicher und Steuerung einen Teil des Ertrags, den
der Markt ihnen in den Abendstunden bietet. Cloover appelliert an die
Abgeordneten des Bundestags, die starre Grenze in den Beratungen durch eine
Steuerbarkeit über das intelligente Messsystem zu ersetzen, wie sie in der
Direktvermarktung ohnehin vorgesehen ist, und die Übergangsregelungen für
kleine Anlagen so zu gestalten, dass sie den Wechsel in den Markt
erleichtern statt ihn zu verschieben.

Die Cloover Einspeisevergütung ist ab sofort unter
cloover.com/direktvermarktung abschließbar.

Hinweis für Redaktionen

Die Rechenannahmen zum Einspeisepreis, die Auswertung der Börsenpreise
2025/2026 und Bildmaterial stellen wir auf Anfrage zur Verfügung. Florent
Erbar steht für Interviews zur Direktvermarktung und zum EEG 2027 zur
Verfügung.

Quellen: Fraunhofer ISE, Energy-Charts (Day-Ahead-Preise DE-LU,
energy-charts.info) und Strompreissimulator (Oktober 2026);
netztransparenz.de, Marktwert Solar 2025; Bundesnetzagentur,
EEG-Vergütungssätze August bis Dezember 2026; Regierungsentwurf EEG 2027,
BT-Drs. 21/7867. Modellrechnung und Rechenannahmen: Cloover Energy GmbH.

Über Cloover

Cloover ist eine Plattform für Finanzierung, Software und Energie rund um
Solaranlagen, Speicher, Wärmepumpen und Wallboxen. Mit dem dynamischen
Stromtarif Lumina, dem Energiemanager Pulse und der Direktvermarktung deckt
das Unternehmen Bezug, Steuerung und Verkauf von Strom aus einer Hand ab.
Das Berliner Unternehmen arbeitet mit über 500 Installationsbetrieben in
fünf europäischen Märkten zusammen, hat über seine Plattform mehr als 10.000
Projekte mit einem Volumen von über 250 Millionen Euro abgewickelt und sich
Anfang 2026 eine Finanzierungszusage von rund 1,1 Milliarden Euro (1,2
Milliarden US-Dollar) gesichert. Investoren sind unter anderem QED
Investors, Lowercarbon Capital, MMC Ventures und Bosch Ventures. Die Cloover
Energy GmbH ist Stromlieferant, Bilanzkreisverantwortlicher und
Direktvermarkter.

Pressekontakt

Florent Erbar, Director Energy & Operations · florent@cloover.com · +49 30
91733706
Bildmaterial (Checkout-Ansicht, Gründerfoto, zur redaktionellen Verwendung
frei):
drive.google.com/drive/folders/1ZSw5opAfNSIkwbmAQG9sKYc61bEkbN6b

---------------------------------------------------------------------------

15.10.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,
übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

Die EQS Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate
News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.
Originalinhalt anzeigen:
https://eqs-news.com/?origin_id=2bbfe9b7-c869-11f1-9d22-0a083a71a9ab&lang=de

---------------------------------------------------------------------------

Sprache: Deutsch
Unternehmen: Cloover GmbH
Hussitenstraße 32-33
13355 Berlin
Deutschland
EQS News ID: 2416448

Ende der Mitteilung EQS News-Service
---------------------------------------------------------------------------

2416448 15.10.2026 CET/CEST

°