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APA ots news: UNIQA Studie zu Pensionen: Individuelle Ausgangslage wenig bekannt

15.10.2026
um 12:02 Uhr

Großes Interesse an Altersvorsorge trifft auf Wissenslücken,
finanzielle Belastung und geringe Umsetzung.

Wien (APA-ots) - - Die finanzielle Lage wird pessimistischer bewertet als
im Vorjahr

- Nur 17 Prozent haben ihre spätere Pension berechnet oder berechnen
lassen

- Nur 11 Prozent kennen die Differenz zwischen Letzteinkommen und
Pension

- Professionelle Beratung bleibt trotz KI entscheidend

Ein finanziell abgesichertes Leben in der Pension zählt zu den
größten Vorsorgeanreizen der Österreicher:innen. Doch was am Ende des
Erwerbsarbeitslebens wirklich herausschaut und wie es sich am besten
beeinflussen lässt, wissen wenige. Das zeigt die UNIQA Finanzvorsorge
-Studie 2026 mit Schwerpunkt auf Finanzwissen und Finanzbildung mit
3029 repräsentativ Befragten zwischen 16 und 60 Jahren, die am
Donnerstag, 15. Oktober im UNIQA Tower präsentiert wurde. 70 Prozent
der Befragten interessieren sich wenig überraschend für Möglichkeiten
der Pensionsvorsorge, 68 Prozent für Höhe und Konditionen ihrer
späteren Pension.

" Den Menschen ist bewusst, dass Altersvorsorge wichtig ist.
Zugleich erkennen wir in unserer diesjährigen Finanzvorsorge-Studie
große Wissens- und Umsetzungslücken. Die eigentliche Herausforderung
liegt heute weniger im fehlenden Problembewusstsein als im Schritt
von der Sorge zur konkreten Planung und Umsetzung ", unterstreicht
René Knapp, Vorstand für Personenversicherung bei der UNIQA Insurance
Group .

Aber nur 17 Prozent jener Befragten, die noch nicht in Pension
sind, haben ihre voraussichtliche staatliche Pension bereits
berechnet oder berechnen lassen und gar nur elf Prozent der Befragten
können korrekt oder gut einschätzen, wie viel vom letzten
Nettoeinkommen in Österreich aktuell durchschnittlich als staatliche
Pension übrigbleibt (Nettoersatzrate). Der Gender Pension Gap, also
die Pensionsdifferenz zwischen Männern und Frauen, real bei 35 bis 40
Prozent[1], wird von 47 Prozent der Männer und 40 Prozent der Frauen
deutlich unterschätzt.

" Auch unsere Forschungsarbeiten zeigen, dass viele Frauen die
Auswirkungen von Erwerbsunterbrechungen und Teilzeitbeschäftigung auf
die Höhe ihrer zukünftigen Pension deutlich unterschätzen. Klare
Information und konkrete Rechenbeispiele unterstützen sie darin,
diese Effekte realistisch einzuschätzen und bei ihrer Lebensplanung
zu berücksichtigen ", so Bettina Fuhrmann, Leiterin des
Kompetenzzentrums für Finanzbildung und des Instituts für
Wirtschaftspädagogik an der WU Wien .

Teuerung belastet, Vorsorge rückt in den Hintergrund

Folgerichtig hat auch nur rund ein Drittel (34 %) bereits
konkrete Maßnahmen für die finanzielle Absicherung im Alter
getroffen. Dass dieser Wert gegenüber dem Vorjahr sogar gesunken ist,
steht auch im Zusammenhang mit der aktuellen finanziellen Belastung
vieler Haushalte. Weniger als die Hälfte der Befragten (45 %) könnte
ihre Lebenshaltungskosten bei Verlust der Haupteinnahmequelle für
mindestens drei Monate decken, ohne sich Geld zu leihen oder
umzuziehen[2]. Männer stehen hier noch besser da als Frauen (48 %
gegenüber 42 %). Für mehr als die Hälfte der Befragten, die sich
häufig Gedanken über ihre finanzielle Situation machen, sind diese in
ihrem Alltag persönlich belastend. Gegenüber dem Vorjahr ist dieser
Wert deutlich gestiegen (2026: 53 % vs. 2025: 48 %), besonders
betroffen sind Frauen: 57 Prozent dieser Gruppe empfinden die
Gedanken über ihre finanzielle Situation als belastend, bei den
Männern, die sich häufig Gedanken dazu machen, sind es 49 Prozent.

Finanzwissen schafft Handlungsspielräume

Was die persönliche Einschätzung des eigenen Finanz- bzw.
Veranlagungswissens betrifft, so schätzen dieses im Jahr 2026 nur 26
Prozent als sehr oder eher hoch ein (2025: 31 %). Frauen schätzen ihr
Wissen deutlich niedriger ein (18 %) als Männer (34 %).

Dabei verfügen Personen, die ihr eigenes Finanzwissen als sehr
oder eher hoch einschätzen, über ein höheres Einkommen und auch
signifikant häufiger über einen Liquiditätspuffer: 65 Prozent von
ihnen könnten eine unerwartete Zahlung in Höhe ihres monatlichen
Einkommens ohne Kredit oder familiäre Hilfe begleichen. Unter jenen
Personen, die ihr Finanzwissen als sehr oder eher niedrig
einschätzen, ist der Anteil mit solch einem Liquiditätspuffer
signifikant niedriger (40 %).[3]

13 Prozent der Befragten geben an, die steuerlichen Vorteile bei
langfristig genutzten Lebensversicherungen zu kennen und sich damit
auszukennen. Weit mehr allerdings (43 %) haben keine Kenntnis davon (
51 % der Frauen, 35 % der Männer).

Von der Sorge ins Handeln

"Unsere Intuition stößt bei Fragen wie Lebenserwartung, Inflation
oder Zinseszins an ihre Grenzen. Viele Österreicherinnen und
Österreicher haben daher nur ein vages Bild ihrer eigenen
Pensionssituation. Obwohl finanzielle Vorsorge als wichtig erachtet
wird, bleiben konkrete Vorsorgeschritte häufig aus, so René Knapp .

" Auch diese ausgeprägte Gegenwartsorientierung der Befragten
begegnet uns in vielen Studien. Die Vorsorge für die Zukunft, auch
wenn sie als wichtig erachtet wird, wird dann häufig aufgeschoben.
Dieser Attitude-Behavior-Gap ist ein ebenfalls häufig
festzustellendes Phänomen" , ergänzt Bettina Fuhrmann .

KI hilfreich, menschliche Beratung entscheidend

Genau hier bleibt auch die persönliche Beratung stark gefragt:
Denn obwohl Künstliche Intelligenz bei Finanzthemen an Bedeutung
gewinnt, vertrauen die Befragten bei wichtigen Entscheidungen rund um
Pension und Vorsorge weiterhin auf den Menschen. " 60 Prozent wäre
professionelle Beratung bei Entscheidungen zur finanziellen Vorsorge
grundsätzlich sehr oder eher wichtig. 45 Prozent wären grundsätzlich
bereit, dafür auch zu bezahlen , weiß Martina Zöchner, Senior
Research Consultant beim Marktforscher Reppublika Research &
Analytics: " 70 Prozent würden sich bei Entscheidungen zu Produkten
für Altersvorsorge und Absicherung trotz KI-Nutzung zusätzlich
persönlich beraten lassen, 38 Prozent sogar auf jeden Fall. Bei
unterschiedlichen Empfehlungen bei Finanz- oder
Versicherungsprodukten würden nur neun Prozent eher der KI folgen,
aber 44 Prozent eher einer persönlichen Beratung. Orientierung,
Einordnung und individuelle Begleitung bleiben also entscheidend auf
dem Weg von der Erkenntnis zum Handeln.

Die wichtigsten Ergebnisse der UNIQA Finanzvorsorge-Studie 2026
zusammengefasst:

- 70 % interessieren sich für Möglichkeiten der Pensionsvorsorge.

- Nur 17 % der Befragten, die noch nicht in Pension sind, haben ihre
voraussichtliche staatliche Pension bereits berechnet oder berechnen
lassen.

- Nur 11 % schätzen gut ein, wie viel vom letzten Nettoeinkommen
durchschnittlich als staatliche Pension übrigbleibt (Nettoersatzrate)
.

- 34 % haben bereits konkrete Maßnahmen für ihre finanzielle
Absicherung im Alter getroffen.

- 53 % der Personen, die sich häufig Gedanken über ihre finanzielle
Situation machen, empfinden dies als persönliche Belastung im Alltag
(2025: 48 %).

- 45 % könnten ihre Lebenshaltungskosten bei Verlust der
Haupteinnahmequelle für mindestens drei Monate decken.

- Menschen mit hoher Einschätzung des eigenen Finanzwissens verfügen
deutlich häufiger über einen Liquiditätspuffer (d.h. wären häufiger
in der Lage, eine unerwartete Zahlung in Höhe ihres monatlichen
Einkommens ohne Kredit oder familiäre Hilfe zu begleichen) als
Personen, die ihr Finanzwissen eher oder sehr niedrig einschätzen (65
% vs. 40 %)[4].

- 70 % würden sich bei Entscheidungen zu Altersvorsorge und
Absicherung trotz KI-Nutzung zusätzlich persönlich beraten lassen (38
% auf jeden Fall, 32 % eher schon).

Fakten zur Studie

- Titel: UNIQA Finanzvorsorge-Studie 2026

- Institut: Reppublika Research & Analytics

- Methode: Online-Befragung (CAWI)

- Zeitraum: Ende Mai bis Anfang Juli 2026

- Stichprobe: 3.029 Personen (16-60 Jahre), repräsentativ für Männer,
Frauen und die österreichische Bevölkerung insgesamt nach Geschlecht,
Alter, Bundesland und Bildungsniveau.

Fotomaterial & Präsentation

Fotos der Sprecher:innen beim Pressegespräch und die Präsentation
finden Sie auf der Presse-Webseite von UNIQA.

UNIQA Group

Die UNIQA Group ist eine der führenden
Versicherungsgesellschaften in ihren beiden Kernmärkten Österreich
sowie Zentral- und Osteuropa (CEE). Rund 21.000 Mitarbeitende und
exklusive Vertriebspartner:innen betreuen in 14 Ländern mehr als 18
Millionen Kund:innen.

In Österreich ist UNIQA mit einem Marktanteil von rund 21 Prozent
die zweitgrößte Versicherungsgruppe. In der Wachstumsregion CEE ist
UNIQA in elf Märkten vertreten: Bosnien und Herzegowina, Bulgarien,
Kroatien, Montenegro, Polen, Rumänien, Serbien, Slowakei, Tschechien,
Ukraine und Ungarn. Darüber hinaus zählen auch Versicherungen in der
Schweiz und Liechtenstein zur UNIQA Group.

[1] https://www.statistik.at/statistiken/bevoelkerung-und-
soziales/gender-statistiken/pensionen

[2] Fragestellung in Anlehnung an "OeNB Reports - International
Survey of Adult Financial Literacy 2023: first results for Austria",
Voith/Zieser, 2024. Die Originalfragen wurden für die Zwecke dieser
Studie inhaltlich/sprachlich angepasst; eine direkte Vergleichbarkeit
der Ergebnisse ist daher nicht gegeben.

[3] Fragestellung in Anlehnung an "OeNB Reports - International
Survey of Adult Financial Literacy 2023: first results for Austria",
Voith/Zieser, 2024. Die Originalfragen wurden für die Zwecke dieser
Studie inhaltlich/sprachlich angepasst; eine direkte Vergleichbarkeit
der Ergebnisse ist daher nicht gegeben.

[4] Fragestellung in Anlehnung an "OeNB Reports - International
Survey of Adult Financial Literacy 2023: first results for Austria",
Voith/Zieser, 2024. Die Originalfragen wurden für die Zwecke dieser
Studie inhaltlich/sprachlich angepasst; eine direkte Vergleichbarkeit
der Ergebnisse ist daher nicht gegeben.

Rückfragehinweis:
UNIQA Insurance Group AG
Mag. Natascha A. Smole
Telefon: +43 664 88827382
E-Mail: natascha.smole@uniqa.at

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