FRANKFURT (dpa-AFX) - Die erneut stark unter Druck stehende weltweite Technologiebranche hat am Donnerstag auch auf die Stimmung der Anleger am deutschen Aktienmarkt gedrückt. Da es im Dax aber nur wenige Technologieaktien gibt, waren die Verluste moderat. Dennoch wachsen nach dem überraschend starken Inflationsanstieg in den Vereinigten Staaten im September die Sorgen vor steigenden Zinsen und zugleich auch die Sorgen um die Finanzierung von KI-Unternehmen.
Der Dax
Mögliche weitere Zinsanhebungen, die eine entsprechend höhere Finanzierungslast, vorrangig für Technologieunternehmen, mit sich bringen würden, bereiten Sorgen. Da half selbst der vom taiwanesischen Chipriesen TSMC
"Wir sehen am Aktienmarkt gerade die zweite Welle der KI-Sorgen", kommentierte Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Es seien keine klassischen Gewinnmitnahmen, sondern echte Sorgen vor einer massiven Korrektur. Im Dax allerdings, der nur mit einer geringen Anzahl an Techwerten bestückt ist, hinterließen derartige, aus KI-Sorgen heraus entstehende Verkaufswellen deutlich geringere Spuren. Dennoch schwindet vor diesem Hintergrund die Hoffnung auf einen "goldenen Börsenherbst", wie Timo Emden von CapTrader ergänzte.
Konjunkturdaten aus den USA bewegten den Dax kurz nach deren Veröffentlich am Donnerstag kaum. Sie waren uneinheitlich ausgefallen. Während die Erzeugerpreise im Vergleich zum Vormonat deutlich stärker als erwartet stiegen, legten die Einzelhandelsumsätze ebenfalls stärker als erwartet zu. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe änderte sich unterdessen kaum.
Unter den Einzelwerten sackte im Dax die bereits am Vortag schwache Infineon
Das Papier von Flatexdegiro
Im Kleinwerte-Index SDax
Spitzenwert war das Redcare-Pharmacy-Papier
--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---