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ROUNDUP/Selenskyj: Wäre mit Status quo an Frontlinie einverstanden

21.10.2026
um 23:02 Uhr

WASHINGTON (dpa-AFX) - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist nach eigenen Angaben bereit, im Ukraine-Krieg die derzeitigen Frontlinien zu akzeptieren und damit den langjährigen Konflikt zu beenden. "Ja, wir müssen jetzt die Frontlinien einfrieren", sagte er im Gespräch des US-Senders Fox News und ergänzte: "Ich denke, das ist ein echter Weg, diesen Krieg zu beenden."

Er war gefragt worden, ob er "ein Friedensabkommen akzeptieren würde, das den Status quo berücksichtige, sodass man weiterhin 75 Prozent oder mehr seines Landes behält, unabhängig davon, wie der Konflikt begonnen hatte." Selenskyj sagte zudem, dass das Einfrieren der Frontlinien und eine Waffenruhe das "absolute Minimum" sei, "was wir heute von Russland fordern."

Selenskyj will danach Sicherheitsgarantien

Danach wolle er sich an US-Präsident Donald Trump und "an die Europäer wenden und Sicherheitsgarantien fordern", sagte er weiter. Konkreter wurde Selenskyj zwar nicht, es dürfte ihm aber um Schutzversprechen an die Ukraine nach dem Vorbild des Artikel 5 des Nato-Vertrages gehen. Dieser besagt, dass Bündnispartner im Fall eines Angriffs auf die Unterstützung der Alliierten zählen können und eine Attacke auf ein Mitglied als ein Angriff auf alle gewertet wird.

Selenskyjs Position ist nicht neu. Die Ukraine hat mehrfach ein Einstellen der Kämpfe entlang des jetzigen Frontverlaufs vorgeschlagen. Russland lehnt dies ab mit der Begründung, man gebe damit der Ukraine nur eine Atempause zur Wiederaufrüstung. Kremlchef Wladimir Putin behauptet, dass seine Truppen ständig weiter vorrücken, und auch US-Präsident Donald Trump neigt zu dieser Sichtweise. Tatsächlich hat die ukrainische Armee den russischen Vormarsch in diesem Sommer gestoppt und an einigen Abschnitten sogar zurückgedrängt.

US-Unterhändler Steve Witkoff überbrachte Putin am Mittwoch in St. Petersburg neue Vorschläge für eine Beendigung des Kriegs. Vorher und nachher besuchte Witkoff Oslo. Ein Ergebnis der Pendeldiplomatie ist, dass Russland sich zu einer Fortsetzung dreiseitiger Gespräche mit den USA und der Ukraine im November offen zeigt./ngu/DP/he