EQS-News: Porsche AG setzt strategische Neuausrichtung konsequent um: Ergebnisse und Cashflow robust, Ausblick stabil (deutsch)
Porsche AG setzt strategische Neuausrichtung konsequent um: Ergebnisse und Cashflow robust, Ausblick stabil
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Porsche AG setzt strategische Neuausrichtung konsequent um: Ergebnisse und
Cashflow robust, Ausblick stabil (News mit Zusatzmaterial)
27.10.2026 / 07:30 CET/CEST
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Porsche AG setzt strategische Neuausrichtung konsequent um: Ergebnisse und
Cashflow robust, Ausblick stabil
* Porsche bekräftigt in herausforderndem Marktumfeld seine Jahresprognose
- mit einer im September nach dem Verkauf der Beteiligungen an
Bugatti/Rimac angehobenen Guidance für die Netto-Cashflow-Marge
Automobile.
* Robuste Ergebnisse in den ersten neun Monaten: Porsche erzielt einen
Umsatz von 25,28 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis von 1,74
Milliarden Euro, die operative Umsatzrendite liegt bei 6,9 Prozent.
* Preis und Produktmix stützen die Ergebnisqualität: Trotz niedrigerer
Volumina wirken sich ein höherer Anteil margenstarker Modelle sowie
positive Preis- und Mixeffekte stützend auf die Geschäftsentwicklung
aus.
* Starker Cashflow unterstreicht finanzielle Resilienz: Der Netto-Cashflow
Automobile steigt auf 2,5 Milliarden Euro, die Netto-Cashflow-Marge auf
11,3 Prozent. Die Netto-Liquidität erhöht sich auf 8,23 Milliarden Euro.
* Strategische Neuausrichtung wird konsequent umgesetzt: Porsche treibt
die Fokussierung auf das Kerngeschäft weiter voran. Der Verkauf der
Beteiligungen an Bugatti Rimac und der Rimac Group wurde im dritten
Quartal abgeschlossen.
* Die Strategie Sportwagenschmiede '35 und das Visionsmodell Mission S
zeigen, wie Porsche seine Sportwagen-Identität mit neuen Produkten und
Technologien weiter schärfen und ausbauen will.
Stuttgart - Die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG hat in den ersten neun Monaten
des Jahres 2026 ihre Value-over-Volume-Strategie entschlossen fortgesetzt.
Erste Erfolge dieses konsequenten Vorgehens spiegeln sich in den
Finanzzahlen zum Ende des dritten Quartals wider. So konnte der
Sportwagenhersteller trotz eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds
das Ergebnis, die Umsatzrendite und den Netto-Cashflow Automobile im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigern. Der Konzernumsatz sank wie
erwartet auf 25,28 Milliarden Euro (Vorjahr: 26,86 Milliarden Euro). Dieser
Rückgang um 5,9 Prozent ist weniger stark als der der Auslieferungen, die
sich um 16,0 Prozent verringerten. "Wir setzen unsere strategische
Neuausrichtung konsequent und mit hoher Geschwindigkeit um. Unser Fokus
liegt auf dem Kerngeschäft, einer wettbewerbsfähigen Kostenstruktur und
einer nachhaltigen Steigerung unserer Ertragskraft. Mit den bereits
umgesetzten Maßnahmen schaffen wir die Voraussetzungen, um Porsche
langfristig stärker, fokussierter und profitabler aufzustellen", sagt
Vorstandsvorsitzender Dr. Michael Leiters. "Wie auf dem Capital Markets Day
angekündigt, werden wir im Zuge unserer Strategie Sportwagenschmiede '35
unser Portfolio konsequent mit neuen emotionalen Produkten weiterentwickeln
und Porsche gleichzeitig schlanker und agiler aufstellen. Unser Ziel ist
klar: höhere Profitabilität und stärkerer Netto-Cashflow bei geringerer
Kapitalintensität. Damit schaffen wir die Grundlage für eine nachhaltige
Verbesserung unserer finanziellen Performance."
Die operative Konzernumsatzrendite wuchs in den ersten neun Monaten auf 6,9
Prozent (Vorjahr: 0,2 Prozent). Diese hohe Steigerung ist auch durch die
Aufwendungen für die strategische Neuausrichtung im Vorjahreszeitraum in
Höhe von 2,7 Milliarden Euro begründet. In den ersten neun Monaten 2026
betrugen diese im Vergleich etwa 500 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge
Automobile betrug 17,3 Prozent (Vorjahr: 11,9 Prozent). "Auch in einem
herausfordernden Marktumfeld zeigt sich Porsche finanziell robust",
erläutert Dr. Jochen Breckner, Vorstand für Finanzen und IT. "Wir haben in
den ersten neun Monaten ein solides operatives Ergebnis erzielt und
gleichzeitig einen starken Netto-Cashflow erwirtschaftet. Das gibt uns in
Kombination mit unserer robusten Bilanz die notwendige Stärke, unseren
eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen. Unsere Prognose für das
Gesamtjahr 2026 bestätigen wir."
Netto-Cashflow Automobile wächst aufgrund von Sonderfaktoren
Der Netto-Cashflow Automobile wuchs auf 2,50 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,34
Milliarden Euro). Der Anstieg liegt wesentlich im Zahlungsmittelzufluss aus
dem Verkauf der Anteile an Bugatti Rimac und der Rimac Group begründet.
Gleichzeitig reduzierten folgende Sondereffekte den Netto-Cashflow
Automobile im dritten Quartal: 100 bis 200 Millionen Euro im Zusammenhang
mit der strategischen Neuausrichtung, 250 Millionen Euro für die weitere
Ausfinanzierung der Pensionsverpflichtungen und 200 Millionen Euro
liquiditätswirksame Belastungen aus den US-Zöllen. Für die ersten neun
Monate lag die Netto-Cashflow-Marge Automobile bei 11,3 Prozent (Vorjahr:
5,6 Prozent). Die Netto-Liquidität Automobile erhöhte sich zum 30. September
2026 um 884 Millionen Euro im Vergleich zum Geschäftsjahresende 2025 auf
8,23 Milliarden Euro. Grund hierfür ist im Wesentlichen der Mittelzufluss
aus dem Netto-Cashflow Automobile.
Die Auslieferungen an Kunden reduzierten sich um 16,0 Prozent auf 178.532
Fahrzeuge (Vorjahr: 212.509). In einem weiterhin herausfordernden
Marktumfeld verfolgt Porsche konsequent seine wertorientierte
Absatzsteuerung und setzt auf eine ausgewogene Balance zwischen Angebot und
Nachfrage. Volumenstärkste Vertriebsregion bleibt Nordamerika mit 56.088
ausgelieferten Fahrzeugen. In China ist das Marktumfeld unverändert
anspruchsvoll. Deshalb setzt Porsche dort weiterhin entschlossen auf seine
Value-over-Volume-Strategie und stellt die langfristige Entwicklung der
Marke über kurzfristige Volumenziele. Der BEV-Anteil Automobile sank auf
21,7 Prozent (Vorjahr: 23,1 Prozent). Die höhere BEV-Quote des Vorjahres lag
insbesondere im 2025 erfolgten starken Hochlauf des vollelektrischen Macan
begründet.
Bei der Fokussierung auf das Kerngeschäft machte Porsche im dritten Quartal
bedeutende Fortschritte: Im August wurde mit der Tata Consultancy Services
(TCS) ein Kaufvertrag in Bezug auf die hundertprozentige Porsche-Tochter MHP
geschlossen. Porsche und TCS planen mit der Management- und IT-Beratung eine
strategische Zusammenarbeit im Bereich digitaler Lösungen und Künstlicher
Intelligenz, um die Entwicklung, Skalierung und Integration von
KI-Anwendungen in zentralen Geschäftsbereichen zu beschleunigen. Der
Abschluss der Transaktion ist vom Eintritt mehrerer Vollzugsvoraussetzungen
abhängig und wird voraussichtlich in den nächsten zwölf Monaten erfolgen.
Vor diesem Hintergrund wurden die von der Veräußerung umfassten
Vermögenswerte und Schulden zum 30. September 2026 gemäß IFRS 5 als zur
Veräußerung gehalten klassifiziert. Im September vollzogen wurde der Verkauf
der Porsche-Anteile an Bugatti Rimac und der Rimac Group. Daraus resultierte
ein Veräußerungsgewinn von 593 Millionen Euro, der sich im Wesentlichen auf
das Finanzergebnis des Porsche-Konzerns auswirkte. Der Zahlungsmittelzufluss
des Konzerns belief sich auf insgesamt 984 Millionen Euro, der im
Wesentlichen in den Netto-Cashflow Automobile einging.
Trotz des weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds und
geopolitischer Unsicherheiten bestätigt die Porsche AG ihre Prognose für das
Gesamtjahr 2026. Dabei wird unter Berücksichtigung des Mittelzuflusses aus
der Veräußerung der Beteiligungen an Bugatti Rimac und an der Rimac Group
und der in diesem Zusammenhang erfolgten weiteren Ausfinanzierung der
Pensionsverpflichtungen in Höhe von 250 Millionen Euro eine
Netto-Cashflow-Marge Automobile von 5,5 bis 7,5 Prozent erwartet. Die
Prognose geht von folgenden Werten aus:
* Konzernumsatz in Höhe von 35 bis 36 Milliarden Euro.
* Operative Konzernumsatzrendite von 5,5 bis 7,5 Prozent.
* Netto-Cashflow-Marge Automobile von 5,5 bis 7,5 Prozent.
* EBITDA-Marge Automobile von 15 bis 17 Prozent.
* BEV-Anteil Automobile zwischen 24 und 26 Prozent.
Porsche AG Konzern Q1-Q3 2026 Q1-Q3 2025
Umsatz 25,28 Mrd. EUR 26,86 Mrd. EUR
Operatives Ergebnis 1,74 Mrd. EUR 0,04 Mrd. EUR
Operative Umsatzrendite 6,9 % 0,2 %
Auslieferungen an Kunden 178.532 212.509
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