GARCHING (dpa-AFX) - Der Halbleiterzulieferer Suss Microtec
Zudem geht das Management in Zuge der Verlagerung von einer Verschiebung von Umsätzen aus. Aus diesen Gründen - und wegen einer angespannten Liefersituation bei einigen Komponenten, die ebenfalls zu Erlösverschiebungen führen dürfte - senkte das Unternehmen seine Prognose für 2026.
Die Investoren quittierten das mit kräftigen Verkaufen. Die im MDax
Die Erlöse sollen 2026 nun 405 bis 425 Millionen Euro erreichen, berichtete das Unternehmen. Bislang hatte Suss 425 bis 485 Millionen Euro für das laufende Jahr in Aussicht gestellt. Als Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit-Marge) sollen 5 bis 7 Prozent hängen bleiben, nachdem zuvor 8 bis 10 Prozent angenommen worden waren. An den Erwartungen zur Bruttomarge hält der Hersteller von Anlagen und Prozesslösungen für die Halbleiterindustrie fest.
Die deutlich reduzierten Jahresziele seien enttäuschend, bemerkte Experte Janardan Menon vom Analysehaus Jefferies. Es bleibe abzuwarten, wie viel von den auf 2027 verschobenen Umsatzerwartungen Suss erreichen könne. Die Auftragstrends seien aber weiterhin positiv und die Aktie attraktiv bewertet.
Der Auftragseingang lag Suss zufolge auch im dritten Quartal auf hohem Niveau. Das Orderbuch habe einen neuen Höchststand erreicht. Der hohe Auftragsbestand erhöhe damit die Planbarkeit der künftigen Geschäftsentwicklung.
Mit der Bündelung der Kapazitäten erhofft sich Suss mehr Effizienz. "Mit dieser Neuaufstellung stärken wir die Skalierbarkeit unserer Produktionsprozesse, reduzieren interne Schnittstellen und rücken zentrale Fertigungskapazitäten näher an wichtige Kundenmärkte in Asien", erklärte Thomas Rohe, im Vorstand für das Operative zuständig, die Entscheidung. Die Lieferfähigkeit für die Kunden soll zudem weiter gestärkt werden.
Die Bedeutung Deutschlands für Suss bleibe unverändert hoch. Forschung und Entwicklung sowie zentrale Produktions-, Applikations- und Technologiekompetenzen und die Konzernzentrale würden weiterhin am Standort Deutschland bleiben und ausgebaut, hieß es.
"Wir sind in Deutschland und Europa in ein starkes Netzwerk von Forschungsinstituten sowie ein einzigartiges Innovationsökosystem eingebunden und werden auch künftig Teil dieses Ökosystems sein", erklärte Konzernchef Burkhardt Frick. So entsteht derzeit etwa in Karlsruhe ein Entwicklungs- und Applikationszentrum.
Die Zahlen für das dritte Quartal sollen wie geplant am 5. November veröffentlicht werden./nas/men/mis