Pressestimme: 'Die Tagespost' zu Elterngeld
WÜRZBURG (dpa-AFX) - "Die Tagespost" zu Elterngeld:
"Super! (...) könnte man meinen. Die Bundesregierung belässt es bei 14 Monaten Elterngeld - und hebt Mindest- und Höchstbetrag an. Ein Schritt in die richtige Richtung, um Eltern mehr Unterstützung zu signalisieren. So erfreulich diese Nachrichten auch sind: Die geplante Neuregelung hat einen Haken: Sie schränkt die Wahlfreiheit ein. Denn die vollen 14 Monate Elterngeld sollen nur dann möglich sein, wenn beide Elternteile jeweils mindestens vier Monate beziehen. Sechs weitere Monate können sie frei untereinander aufteilen. Nimmt ein Partner kein Elterngeld in Anspruch, bleiben künftig nur noch zehn statt bisher zwölf Monate. Und: Während die vier fest zugeteilten Monate mit 80 Prozent des vorherigen Nettoeinkommens vergütet werden sollen, sind für die sechs frei aufteilbaren Monate nur 50 Prozent vorgesehen. Mehr Partnerschaftlichkeit will die Bundesregierung damit erreichen. Doch warum sollen Familien finanziell das Nachsehen haben, nur weil sie sich für eine andere Aufteilung entscheiden?"/DP/jha