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Aktien New York Ausblick: Amazon und Intel vermiesen Anlegern die Laune

30.10.2026
um 13:39 Uhr

NEW YORK (dpa-AFX) - Der US-Technologiebörse Nasdaq droht am Freitag ein weiterer herber Kursrückgang. Wie schon am Vortag belasteten negativ aufgenommene Geschäftsaussagen die Stimmung - diesmal vom Onlinehandels- und Technologieriesen Amazon sowie vom Halbleiterhersteller Intel .

Rund anderthalb Stunden vor Handelsbeginn taxierte der Broker IG den Nasdaq 100 2,6 Prozent tiefer auf 28.639 Punkte. Damit würde der Index seine Talfahrt beschleunigen und auf den tiefsten Stand seit Anfang August abrutschen. Für die Woche und den zu Ende gehenden Oktober zeichnen sich Verluste von 1,1 beziehungsweise 5,8 Prozent ab.

Ein komplett anderes Bild zeigt der von traditionellen Branchen dominierte Leitindex Dow Jones Industrial : Ihn erwartet IG kaum bewegt bei 52.363 Punkten, womit er einen Wochen- und Monatsgewinn von 0,3 beziehungsweise 2,9 Prozent ansteuert.

Nach dem gestrigen Kursrutsch von Google-Mutter Alphabet dürfte am Freitag mit Amazon der nächste Technologieriese den Sorgen am Markt wegen immenser Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) Tribut zollen: Vorbörslich sackten die Aktien um 6,8 Prozent ab. Amazon beschleunigte im vergangenen Quartal zwar sein Umsatzwachstum in der Cloud-Sparte AWS. Einige Analysten hatten hier aber noch mehr erwartet. Auch die Aussichten für den Onlinehandel im wichtigen Weihnachtsgeschäft stellten nicht alle zufrieden.

Bei Intel muüssen die Anleger sogar einen Kurseinbruch um gut ein Viertel verkraften. Der Chipkonzern sorgte mit seiner Prognose für das Schlussquartal für eine herbe Enttäuschung. Das Umsatzziel bleibe selbst hinter den pessimistischsten Schätzungen zurück, merkte UBS-Analyst Timothy Arcuri an. Intel leidet darunter, dass wegen des explosiven Anstiegs der Speicherpreise weniger PCs verkauft werden. Hinzu kommen Lieferketten-Probleme bei Chips für Rechenzentren, bei denen es eine hohe Nachfrage gibt.

Der Halbleiter- und Speichermedienhersteller Sandisk konnte trotz eines insgesamt starken Zwischenberichts und überraschend hoher Ziele für das laufende Quartal der Branchenstimmung nicht trotzen: Die Anteile büßten vorbörslich gut 9 Prozent ein.

Mit dem Elektroautobauer Rivian gab es aber auch positive Nachrichten aus der Technologiebranche. Dank einer überraschend guten Umsatzentwicklung und der nach oben hin eingeengten Absatzprognose legten die seit Jahresbeginn gebeutelten Anteilsscheine um rund 6 Prozent zu. Die US-Bank Jefferies reagierte mit einer Kaufempfehlung auf die Geschäftsaussagen.

Auch der Ölriese Chevron konnte mit übertroffenen Erwartungen punkten, wie das Kursplus von 1,7 Prozent belegte. Er profitierte im dritten Quartal von den kräftig gestiegenen Preisen für Rohöl und deutlich höheren Raffineriemargen. Konkurrent ExxonMobil verzeichnete nach der Zahlenveröffentlichung einen Kursanstieg von 2 Prozent./gl/mis

Infront USA Industrial (all day)

WKN 969420 ISIN US2605661048

Infront USA Tec 100 (all day)

WKN A0AE1X ISIN US6311011026