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London und Berlin wollen Militär-Zusammenarbeit auf KI ausweiten

02.11.2026
um 06:43 Uhr

BERLIN/LONDON (dpa-AFX) - Verteidigungsminister Boris Pistorius und sein britischer Kollege Wes Streeting wollen die militärische Zusammenarbeit der beiden Länder auf den Bereich der Künstlichen Intelligenz ausweiten. Das kündigte Streeting vor seinem für heute Nachmittag (15.00 Uhr) geplanten Treffen mit Pistorius in Berlin in einem Gastbeitrag in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" an. "Durch gemeinsame Erprobung, Entwicklung und letztlich Einführung von KI in unseren Streitkräften werden wir unsere Zusammenarbeit vertiefen und mit jenen Schritt halten, die uns Schaden zufügen wollen", schreibt Streeting darin. Regierungs- und Industrievertreter beider Länder sollen im Frühjahr 2027 zusammenkommen, um die Umsetzung des Vorhabens voranzutreiben.

Künstliche Intelligenz spielt auch im militärischen Bereich eine immer größere Rolle. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz sieht bereits ein Wettrüsten im Gange.

Streeting schreibt: "Die Bereitschaft unserer Gegner, uns Schaden zuzufügen, ist nicht neu. Neu sind ihre Fähigkeiten dazu. Das erfordert eine Antwort von uns allen in Europa." Immer häufiger erlebe man staatlich geförderten Terrorismus, Sabotageakte und feindselige Handlungen - vieles davon gehe von Russland aus.

Deutschland und Großbritannien hatten vor zwei Jahren eine engere Verteidigungszusammenarbeit vereinbart und dafür das sogenannte Trinity-House-Abkommen geschlossen. Ein Jahr später verkündeten die beiden Länder, sich in diesem Rahmen auch verstärkt der Cyberabwehr zu widmen. Nun soll KI hinzukommen, wie aus Streetings Beitrag hervorgeht./lkl/DP/zb