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Aixtron-Finanzvorstand: 'Haben große Pipeline an Aufträgen in der Mache'

23.11.2023
um 08:09 Uhr

HERZOGENRATH (dpa-AFX) - Der Chipausrüster Aixtron ist trotz eines im dritten Quartal abgefallenen Auftragseingangs zuversichtlich für seine Jahresziele. "Wir stehen voll dahinter", sagte Finanzchef Christian Danninger in einem Gespräch mit der "Börsenzeitung" (Donnerstagausgabe). Traditionell erhalte das Unternehmen eine große Anzahl von Bestellungen gegen Ende des Jahres, ergänzte der Manager. "Wir haben eine große Pipeline an Aufträgen in der Mache - über viele unterschiedliche Regionen, Endmärkte und Kunden verteilt."

Aixtron hatte Ende Oktober zur Quartalsvorlage die Jahresprognose bestätigt. Nach neun Monaten zeigte sich jedoch, dass ein Spurt im letzten Jahresviertel hierfür nötig ist. Für das Gesamtjahr kalkuliert der Konzern mit einem Umsatz von 600 bis 660 Millionen Euro sowie mit einer Betriebsgewinnmarge von 25 bis 27 Prozent. Nach neun Monaten standen knapp 416 Millionen Euro Erlöse und eine Marge von 22 Prozent in den Büchern.

Derweil dürften laut Danninger verzögerte Exportlizenzen, die Aixtrons Geschäft 2023 anfänglich belastet hatten, bald keine Rolle mehr spielen. "Wir gehen davon aus, dass sich die Problematik im Laufe des Jahres vollständig auflöst und dann kein Thema mehr für uns sein wird." Aixtron habe aber keinen Auftrag wegen verzögerter Lizenzen verloren.

Der Konzern richtet sich derzeit verstärkt auf Leistungselektronik aus. "Der gesamte adressierbare Markt ist dort sehr groß und wächst auch noch weiter." Es gehe dabei um die gesamte Stromversorgung elektronischer Geräte, vom Handy bis hin zum Auto. Dabei geht der Aixtron-Vorstand davon aus, dass das neue Material Galliumnitrid "bis zum Ende der Dekade großes Wachstum für uns bringen wird". Das Potenzial sei groß, weil der Werkstoff immer günstiger werde und deutlich energieeffizienter sei als Silizium, auf dem der Markt aktuell noch basiere./tav/men

Aixtron SE

WKN A0WMPJ ISIN DE000A0WMPJ6