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Zahl der unerlaubten Einreisen nach Deutschland sinkt

02.04.2025
um 06:46 Uhr

POTSDAM (dpa-AFX) - Die Zahlen der unerlaubten Einreisen nach Deutschland sind im Februar und März deutlich geringer gewesen als in dem Jahr davor. Laut der Bundespolizei überquerten im vergangenen Monat 5.068 Menschen unerlaubt die Grenze. Das sind 2.022 weniger als im März 2024. Im Februar passierten den Angaben zufolge 4.669 Menschen illegal die Grenze zu Deutschland. Im Vorjahresmonat waren es noch 5.998 Menschen

Insgesamt verzeichnete die Bundespolizei vom 1. Januar bis zum 31. März 15.131 unerlaubte Einreisen. Davon seien rund 7.606 Migranten direkt an der Grenze zurückgewiesen oder zurückgeschoben worden, hieß es in einer Mitteilung.

Seit September Kontrollen an allen Landesgrenzen

Seit dem 16. September 2024 führt die Bundespolizei an allen Binnengrenzen Kontrollen durch. Das Innenministerium hat dafür eine entsprechende Anordnung erlassen. Doch zuvor gab es auch bereits stichprobenartige Kontrollen: Reisende werden an der österreichischen Grenze seit 2015 kontrolliert, an den Grenzen zu Polen, Tschechien und der Schweiz gibt es Kontrollen seit 2023. Dabei wird nicht ständig und nicht jeder einzelne überprüft.

Die Bundespolizei stellte auf diese Weise seit September bereits mehr als 29.000 unerlaubte Einreisen fest. Als unerlaubte oder illegale Einreise bezeichnet die Polizei, wenn Ausländer ohne gültige Aufenthaltstitel, wie zum Beispiel ein Visum, nach Deutschland einreisen.

Grenzkontrollen im Schengenraum nicht vorgesehen

Kontrollen an Binnengrenzen innerhalb des Schengenraums sind eigentlich nicht vorgesehen. Das Schengenabkommen bietet Mitgliedstaaten die Möglichkeit, vorübergehend wieder Kontrollen einzuführen, wenn eine "ernsthafte Bedrohung" besteht. Eine solche Lage kann etwa durch Terrorismus oder organisierte Kriminalität ausgelöst begründet werden./mgn/DP/zb