FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Zollankündigungen von US-Präsident Donald Trump dürften am Donnerstag in den Kursen deutscher Aktien tiefe Spuren hinterlassen. Für den Dax
Damit dürfte der Dax auf den tiefsten Stand seit Anfang Februar rutschen. Der EuroStoxx 50
Wochenlang hatte US-Präsident Donald Trump mit einem umfassenden XXL-Zollpaket gedroht. Seine am Vorabend präsentierten Pläne sind nicht nur komplex, sondern auch beispiellos in ihrem Umfang. Die Börsen reagieren darauf weltweit mit hohen Verlusten.
Stephen Dover, Marktstratege bei Franklin Templeton, sprach vom Ende der Freihandelsära. Die Zölle von Trump seien insgesamt viel höher als erwartet. Das Vorgehen der USA werde weltweit Wachstum kosten, kommentierte der Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners. Noch schienen zwar Verhandlungen und Deals möglich. Ob, wie schnell und mit welchen Zugeständnissen diese aber gelten könnten, sei zum jetzigen Zeitpunkt vollkommen offen.
Die USA belegen ab Samstag Einfuhren aus allen Ländern pauschal mit Zöllen von zehn Prozent. Zudem kündigte die US-Regierung einen komplexen Mechanismus wechselseitiger Zölle an, der für viele Länder höhere Abgaben vorsieht. Für die Europäische Union heißt das, dass Exporte ihrer Mitgliedsländer in die Vereinigten Staaten ab kommender Woche mit einem Zoll von 20 Prozent belegt werden.
Unter Druck gerieten am Donnerstagmorgen so ziemlich alle Branchen. Schwer traf es unter anderem Autobauer, aber Chemiewerte und Aktien wie die von Adidas.
Siemens
Der Leasinganbieter Grenke
LEG Immobilien