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Handwerk: US-Zölle führen in 'handelspolitische Steinzeit'

03.04.2025
um 11:58 Uhr

BERLIN (dpa-AFX) - Wirtschaftsvertreter fordern als Reaktion auf die Zollankündigungen von US-Präsident Donald Trump Entlastungen für die heimische Wirtschaft. "Dieser Zollhammer führt die Welt zurück in die handelspolitische Steinzeit. Deutschland und Europa müssen jetzt schnellstmöglich eine Antwort darauf finden", verlangte der Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Holger Schwannecke.

Union und SPD müssten bei ihren Koalitionsverhandlungen alles für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands tun, forderte Schwannecke. "Höhere Steuern und Abgaben sind das letzte, was die deutsche Wirtschaft in dieser Lage gebrauchen kann."

Der Außenwirtschaftschef der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Volker Treier, sagte, die USA seien zwar Deutschlands wichtigster Handelspartner. "Die Lieferungen in die Staaten liegen allerdings bei weniger als zehn Prozent unserer Gesamtexporte. Wir sind auch auf anderen Weltmärkten gut vertreten." Das sei jetzt auszubauen, etwa mit dem Mercosur-Abkommen mit südamerikanischen Staaten und einem Handelsabkommen mit Indien.

"Brüssel, aber auch die künftige Bundesregierung in Berlin müssen jetzt ihre wirtschaftspolitischen Hausaufgaben machen: Energiekosten senken, Bürokratie abbauen und Abgaben senken."/hrz/DP/stk