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WDH/US-Zölle treffen auch entlegene Inseln und Mini-Staaten

03.04.2025
um 14:15 Uhr

(fehlendes Wort im letzten Satz ergänzt)

WASHINGTON (dpa-AFX) - Mit seinen neu verhängten Zöllen hat US-Präsident Donald Trump nicht nur große Wirtschaftsnationen wie China und die EU ins Visier genommen: Auch winzige Inselstaaten und entlegene Gebiete tauchen auf der langen Liste der betroffenen Länder auf - teils sogar unbewohnte oder kaum besiedelte Regionen.

Unter ihnen: Die Heard- und McDonaldinseln im südlichen Indischen Ozean. Sie gehören zu mehreren australischen Außengebieten, die auf Trumps Zollliste separat aufgeführt werden. Das vulkanische Archipel liegt rund 4.000 Kilometer südwestlich von Australien und gehört zu den entlegensten Orten der Erde. Seevögel, Robben und Pinguine leben dort in großen Kolonien. Dennoch: Das Gebiet exportierte im Jahr 2022 der Weltbank zufolge Produkte im Wert von 1,4 Millionen US-Dollar in die Vereinigten Staaten.

Auch auf der neuen US-Zollliste: das britische Überseegebiet im Indischen Ozean. Dieses umfasst die Insel Diego Garcia, die von den USA und Großbritannien als Militärstützpunkt genutzt wird. Die Inselgruppe ist außer dem militärischen Personal unbewohnt: Die Bewohner wurden in den 1970er-Jahren umgesiedelt, als die USA den Stützpunkt errichteten.

Weitere ungewöhnliche Regionen sind die Kokosinseln im Indischen Ozean mit rund 600 Einwohnern, die vor allem für Touristen für ihre tropische Schönheit bekannt ist, oder die Pazifikinseln Tokelau und Norfolk mit jeweils rund 2000 Bewohnern./skc/DP/stk/mis