FRANKFURT (dpa-AFX) - Neue Zollsorgen dürften den Wochenstart am deutschen Aktienmarkt zunächst verhageln. Für den Dax
Eine Stunde vor dem Xetra-Start signalisierte der X-Dax
US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende wegen des Grönland-Streits angekündigt, dass ab dem 1. Februar Strafzölle von 10 Prozent gelten sollen, ab dem 1. Juni Zölle dann sogar von 25 Prozent. Sie sollen gelten, bis ein Abkommen über den Kauf Grönlands durch die USA erzielt werde. Betroffen von den Zöllen sind acht europäische Nato-Länder, darunter auch Deutschland. EU-Ratspräsident António Costa wird nun einen Sondergipfel einberufen, womöglich am Donnerstag.
"Noch ist es Rhetorik. Noch bleiben zwei Wochen Zeit für Verhandlungen", kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Es drohe aber eine noch nie dagewesene Spirale aus Zöllen, Gegenzöllen und weiteren Maßnahmen. Anders als in früheren Fällen, werde die Europäische Union diesmal wohl nicht klein beigeben, vermutet Altmann. Der Höhenflug am Aktienmarkt sei jedenfalls zunächst vorbei, auch wenn der Rückschlag zunächst überschaubar bleibe.
Deutliche Kursgewinne zeichnen sich dagegen bei Bayer
Anfang Dezember hatte der sogenannte Solicitor General - eine Art Generalanwalt der US-Regierung - den Antrag des Konzerns auf Prüfung des "Durnell"-Falls durch den US Supreme Court unterstützt. Damals kletterten die Aktien erstmals seit Anfang 2024 wieder über 35 Euro. Seither bauten sie ihre Erholungsrally um weitere 19 Prozent aus, die Bodenbildung nach jahrelangem Kursrutsch wird immer stabiler.
Unter Druck stehen derweil unter anderem BMW