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Wadephul: Beziehung zu Schlüsselpartnern in Afrika ausbauen

20.01.2026
um 18:36 Uhr

BERLIN (dpa-AFX) - Außenminister Johann Wadephul will angesichts des immer stärkeren Abschottungskurses von US-Präsident Donald Trump Partnerschaften zu Schlüsselländern in Afrika ausbauen. "In Zeiten von Handelsbeschränkungen und Abschottungstendenzen sind wir als Exportnation darauf angewiesen, uns noch breiter aufzustellen und unsere weltweiten Netze noch enger zu knüpfen", erklärte der CDU-Politiker vor dem Abflug zu einem zweitägigen Afrika-Besuch in Kenia und Äthiopien.

In einer sich rapide verändernden Welt ist es nach den Worten von Wadephul für Deutschland "wichtiger denn je, unsere Beziehungen zu globalen Schlüsselpartnern auszubauen". Deutschland habe den Ländern Afrikas ein hervorragendes Angebot zu machen. "Unser Land steht für internationale Kooperation, für wirtschaftliche Offenheit und politische Verlässlichkeit."

Deutschlands Wirtschaft habe "auf dem Weg in Afrikas Zukunft viel zu bieten und viel zu gewinnen - daher begleitet mich eine Wirtschaftsdelegation aus unterschiedlichsten Branchen", fügte der Bundesaußenminister hinzu.

Wadephul: Afrika entwickelt sich zu einem Gravitationszentrum

Afrika entwickele sich in einer multipolaren Welt immer weiter zu einem Gravitationszentrum, sagte Wadephul. Deswegen wolle die Bundesregierung die Zusammenarbeit mit der Afrikanischen Union (AU) ausbauen. "Uns eint dabei der Einsatz für die regelbasierte Weltordnung und eine Zusammenarbeit, in der multilaterale Lösungen nationalen Alleingängen vorgezogen werden."

Bei Treffen mit Vertretern der AU in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba an diesem Donnerstag werde er zudem darüber sprechen, wie das innerafrikanische Konfliktmanagement weiter gestärkt werden könne.

In Nairobi Gespräche mit Präsident und Außenminister

An diesem Mittwoch will Wadephul in der kenianischen Hauptstadt Nairobi unter anderem Präsident William Ruto sowie Premierminister und Außenminister Musalia Mudavadi zu Gesprächen treffen. Außerdem sind der Besuch eines Schulungszentrums einer deutschen Firma sowie bei einem internationalen Ausbildungszentrum für Friedensunterstützung geplant./bk/DP/mis