PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas Aktienmärkte haben zum Wochenauftakt anfängliche Gewinne wieder abgegeben. Vor einer Flut von Quartalszahlen und Prognosen im Wochenverlauf gingen Investoren am Montag keine Risiken mehr ein. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 trat gegen Mittag mit 5.999 Punkten auf der Stelle. In der vergangenen Woche hatte der Index die runde Marke von 6.000 Punkten nicht halten können.
Außerhalb der Eurozone trat der britische Leitindex FTSE 100 mit 10.373 Zählern auf der Stelle. Der Schweizer SMI lag mit 0,2 Prozent moderat im Minus.
In Paris legten STMicro um 7 Prozent zu auf ein Hoch seit Juli. Der Chiphersteller baut die Kooperation mit dem Tech- und Handelsriesen Amazon mit einer milliardenschweren Bestellung aus. STMicro wird in den kommenden Jahren verschiedene Halbleiter für Amazons Cloudgeschäft AWS liefern.
Leicht im Plus lag zum Wochenbeginn der Banksektor . Hier glänzten die Papiere von Unicredit mit einem Aufschlag von 6 Prozent. Die Aktien erreichten nach starken Gewinnzielen der Italiener für die kommenden Jahre ein Rekordhoch.
Der europäische Chemiesektor gab mit 0,4 Prozent etwas stärker nach. Hier enttäuschte der Verkauf der Tiernahrungssparte durch den Aromenhersteller DSM-Firmenich an den Investor CVC Capital Partners. Aktien von DSM-Firmenich rutschten in Amsterdam um mehr als 5 Prozent ab und belasteten auch die Papiere der Wettbewerber Givaudan und Symrise . Analysten bemängelten, dass der Verkaufspreis von 2,2 Milliarden Euro die Sparte niedrig bewerte./bek/jha/