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Merz verteidigt sich gegen Kritik - Ehrgeizige Ziele setzen

20.02.2026
um 13:03 Uhr

STUTTGART (dpa-AFX) - CDU-Chef Friedrich Merz hat sich gegen Kritik verteidigt, er habe nach der Regierungsübernahme als Kanzler zu ehrgeizige Ziele gesetzt. "Mir wurde in den vergangenen Monaten immer wieder mal gesagt und vorgehalten, ich hätte zu ambitionierte Ziele in Aussicht gestellt", sagte Merz beim CDU-Parteitag in Stuttgart. Er fügte hinzu: "Vielleicht haben wir nach dem Regierungswechsel nicht schnell genug deutlich gemacht, dass wir diese gewaltige Reformanstrengung nicht von heute auf morgen schaffen werden" - diese Kritik nehme er an.

In Wahrheit gehe es aber um eine ganz andere Frage, sagte Merz und fragte: "Muss da nicht jemand auf der Brücke stehen, der antreibt, der anspornt, der ermutigt, der neue Chancen und Möglichkeiten ebenso beim Namen nennt wie Hindernisse, Widerstände und alte Gewohnheiten, die uns dabei im Wege stehen." So verstehe er seine Rolle in der Regierung.

Merz: Deutschland muss zur Höchstform auflaufen

"Ich will nicht nur moderieren. Ich will nicht nur den kleinsten gemeinsamen Nenner als unser größtes Ziel ausrufen", sagte Merz. "Ich will antreiben, ich will uns ehrgeizige Ziele setzen, ich will uns motivieren - ja, ich möchte uns zu Höchstleistungen motivieren." Unter breitem Applaus rief der Kanzler: "Deutschland muss zur Höchstform auflaufen."

Er glaube an die positive Kraft einer solchen Vision, sagte Merz. "Ich sage, was geht - und sage nicht ständig, was nicht geht. Ich möchte aufbauen - und mich nicht von Pessimismus, Fatalismus und Denkfaulheit herunterziehen lassen." Er ergänzte: "Dafür haben wir keine Zeit mehr, das ist Zeitverschwendung."/bk/DP/jha