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Grünen-Chefin: Koalition macht Heizen teurer

28.02.2026
um 08:29 Uhr

BERLIN (dpa-AFX) - Grünen-Chefin Franziska Brantner wirft der schwarz-roten Koalition vor, mit der geplanten Reform des Heizungsgesetzes die Abhängigkeit Deutschlands von US-Präsident Donald Trump zu erhöhen. "Donald Trump kann morgen schon auf die Idee kommen, uns kein LNG-Gas mehr zu liefern", sagte Brantner der "Rheinischen Post". "Dass wir uns mit Reiches Heizhammer in eine neue Abhängigkeit von den USA begeben, ist verrückt", sagte sie mit Blick auf CDU-Wirtschaftsministerin Katherina Reiche.

Die nötige Energie könne Deutschland mit mehr Wind und Sonne, Speichern und optimierten Netzen selbst produzieren. "Vor allem verteuert die Koalition für die Bürger mit ihrem Gasfetisch das Heizen", sagte Brantner. Biogas sei schon heute teurer, weil kaum verfügbar. "Und es wird ja nicht günstiger werden", sagte die Grünen-Politikerin.

Brantner: "Rolle rückwärts" verunsichert die Menschen

Mit der von der Union und SPD geplanten Reform wird das Heizungsgesetz des früheren Grünen-Wirtschaftsministers Robert Habeck abgeschafft. Die von der früheren Regierung beschlossene Regelung, wonach jede neu eingebaute Heizung mit 65 Prozent erneuerbaren Energien betrieben werden muss, soll wegfallen. Der Einbau von Gas- und Ölheizungen soll weiter möglich sein, wenn ab 2029 anteilig klimafreundliche Brennstoffe genutzt werden.

Aus Sicht von Brantner werden die Menschen verunsichert "von dieser Rolle rückwärts". Das bisherige Gesetz habe bewiesen, dass es funktioniert. "Selbst unter AfD-Wählern ist die Wärmepumpe inzwischen die beliebteste Heizungsart. Die Menschen rechnen, bevor sie in eine neue Heizung investieren", sagte Brantner./sl/DP/mis