PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Der Iran-Krieg hat die europäischen Anleger am Montag zunächst aus vielen Aktien getrieben. Wie in der Vergangenheit gerieten vor allem Tourismuswerte stark unter Druck. Der Stoxx Europe 600
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50
Außerhalb der Eurozone büßte der britische Leitindex FTSE 100
Ölwerte profitierten vom starken Anstieg der Ölpreise. In der Nacht zum Montag stiegen die Notierungen für Brent-Öl aus der Nordsee und Rohöl aus den USA in den ersten Handelsminuten um jeweils mehr als zehn Prozent, bevor sie etwas zurückkamen. Am Aktienmarkt konnten dies vor allem die Anleger von Eni
Bei Eni vollzog Experte Matthew Lofting sogar eine Kehrtwende nach bisher negativer Einstufung. Durch die Straße von Hormus, deren Verkehr der Iran nun einschränkt, gingen zwischen 20 und 30 Prozent der globalen Öl- und Gasversorgung, so Lofting. Die Sicherheit dieser Transporte stehe nun ganz klar im Fokus. Die Anleger sollten im Energiebereich insbesondere auf Unternehmen mit hohem Ölpreis-Hebel setzen. Eni-Aktien seien bei Ölpreisen von 70 Dollar und mehr je Barrel im Branchenvergleich wieder günstig.
Stark profitieren konnten auch Rüstungswerte von der deutlich gestiegenen geopolitischen Unsicherheit. Die Papiere der britischen BAE Systems
Im Tourismussektor wurden die Aktien von Tui
Auch Einzelhandelswerte standen unter Druck. Hier stehen unter anderem steigende Frachtkosten etwa für Waren aus Asien im Fokus - ein Aspekt, der Aktien von Reedereien eher antreibt./ag/mis