PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Nach den Abgaben zu Wochenbeginn haben die europäischen Börsen am Dienstag zu einer Erholung angesetzt. Sie reagierten damit auf Entspannungssignale im Iran-Krieg. US-Präsident Donald Trump hatte ein schnelles Ende des Kriegs in Aussicht gestellt. Daraufhin hatte der Ölpreis merklich nachgegeben.
Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50
Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets führte die Gewinne auf Short-Eindeckungen und selektive Käufe zurück. Von einer Wende könne aber noch keine Rede sein. "Es bleibt Vorsicht geboten, da sich die Nachrichtenlage im Nahen Osten jederzeit wieder ändern kann", so Lipkow.
Die Erholung erstreckte sich über fast alle Sektoren. Lediglich Ölwerte gaben wegen des sinkenden Ölpreises nach. Auch die defensive Nahrungsmittelbranche kam nicht mit. Hier standen Lindt & Sprüngli
Gefragt waren dagegen Bankaktien. Sie waren wegen Konjunktursorgen durch die Ölpreisentwicklung unter Druck gekommen. Auch Tourismus- und Rohstofftitel, die ebenfalls Federn gelassen hatten, erholten sich nun deutlich. Zu den Profiteuren gehörte auch der konjunktursensible Luxussektor. Aktien wie LVMH
Der Pharmasektor, der ebenfalls zulegte, wurde dagegen von dem Schwergewicht Novartis