Pressestimme: 'Münchner Merkur' zu Merz/FDP
MÜNCHEN (dpa-AFX) - "Münchner Merkur" zu Merz/FDP:
In der Strafgerichtsbarkeit würde man das kaltblütigen Mord nennen: Kanzler Friedrich Merz erklärt die FDP für tot - und fordert das Häuflein ihrer letzten Anhänger auf, bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am 22. März lieber seine CDU zu wählen. Es ist traurig, dass der Kanzler in seiner Not eine politische Leiche fleddern zu müssen glaubt, um in Rheinland-Pfalz ein oder zwei Prozentpunkte zusammenkratzen zu können, nachdem er ein Vielfaches davon wegen seiner gebrochener Wahlversprechen verloren hat. In Baden-Württemberg hat das die CDU die Macht gekostet, und in Rheinland-Pfalz könnte es in zehn Tagen wieder so kommen. Für den Kanzler wäre ein zweiter auf den letzten Metern verstolperter Wahlsieg eine Katastrophe, weil das Signal in die Union hinein dann lautet: Mit Merz kann die Union keine Wahlen gewinnen. Doch heißt das Problem der Union nicht FDP. Es heißt SPD./yyzz/DP/mis