PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas Aktienmärkte haben am Freitag leicht nachgegeben. Vor dem Wochenende lehnten sich Marktteilnehmer nicht allzu weit aus dem Fenster, um nicht von Nachrichten aus der Golfregion auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.
"Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten haben dazu geführt, dass bislang abseits gehaltene Liquidität aus anderen Märkten in Geldmarktanlagen umgeschichtet wird", merkte Anlageexpertin Debbie Cunningham vom Vermögensverwalter Federated Hermes an. Zudem überschattete der große Verfall an den Terminbörsen das Handelsgeschehen.
Der EuroStoxx 50
"Nächste Woche drohen die Datenstunden der Wahrheit - denn erstmals wird eine Reihe von Konjunkturzahlen die Folgen des Iran-Kriegs widerspiegeln?, so Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck. Die Einkaufsmanagerindizes dürften sich im März spürbar eingetrübt haben.
Die Einzelsektoren reagierten auf die deutlichen Verluste am Vortag. Die am stärksten gefallenen Titel erholten sich, während die zuletzt stabileren Branchen schwächelten. So standen die Baustoffwerte nun an der Spitze. Holcim
Dagegen verzeichneten die defensiven Nahrungsmittelaktien leichte Verluste. Ausnahme waren Unilever
Leichte Gewinne im ebenfalls schwächelnden Pharmasektor verbuchten Novartis