FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Piloten der Lufthansa
Am Freitag wurden allein am Drehkreuz Frankfurt erneut rund 650 von 1337 geplanten Starts und Landungen annulliert, wie der Betreiber Fraport
Lufthansa will nach den Worten einer Sprecherin am Samstag wieder ein weitgehend normales Flugprogramm anbieten. "Dennoch kann es noch zu vereinzelten Flugstreichungen und -verspätungen kommen." Details zu Flugplanänderungen wegen der 27 fehlenden Cityline-Jets nannte das Unternehmen zunächst nicht. Die Gesellschaft hat in der Vergangenheit Zubringerflüge an die Drehkreuze nach Frankfurt und München erledigt.
Machtdemonstration statt Sparmaßnahme?
Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hatte den verschärften Sparkurs des Lufthansa-Konzerns scharf kritisiert und zweifelte die Begründung an: "Die angeführten geopolitischen Gründe erscheinen aus unserer Sicht nicht überzeugend, da kein Wettbewerber derzeit Kapazitäten in diesem Umfang aus dem Markt nimmt", sagte VC-Präsident Andreas Pinheiro. Das Management scheine bereit zu sein, erhebliche operative und wirtschaftliche Schäden in Kauf zu nehmen, um seine Tarifpolitik durchzusetzen.
Es ist der fünfte Streiktag in Folge. An vier Tagen dieser Woche waren Pilotinnen und Piloten zur Arbeitsniederlegung aufgerufen, an zwei Tagen die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter.
In den Tarifverhandlungen geht es bei den Lufthansa- und Cargo-Piloten um höhere Beiträge des Arbeitgebers zu den Betriebsrenten, während bei der Cityline um höhere Gehälter gestritten werden sollte./ceb/DP/stw