BONN (dpa-AFX) - Die DHL Group
Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,3 Prozent auf fast 1,5 Milliarden Euro. Vom Unternehmen befragte Analysten hatten durchschnittlich ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erwartet. Die an der Börse viel beachteten freien Barmittelzuflüsse vor Zu- und Verkäufen fielen mit einem Zuwachs um fast zwei Drittel auf 1,2 Milliarden Euro sogar deutlich besser aus als erwartet.
Derweil sank der Umsatz etwas stärker als geschätzt um rund 2 Prozent auf 20,4 Milliarden Euro. Hier wirkten sich Wechselkurseffekte aus. Unter dem Strich stieg der auf die Aktionäre entfallene Gewinn um 3,3 Prozent auf 812 Millionen Euro und überraschte damit ebenfalls positiv.
Im Tagesgeschäft gelang es DHL, das Netzwerk an die geopolitischen Verwerfungen anzupassen. Konfliktbedingt gestiegene Kosten etwa im Express-Geschäft würden im Zeitverlauf größtenteils durch etablierte Preis- und Zuschlagsmechanismen kompensiert, teilte der Konzern mit. In dem Bereich verbesserte sich der operative Gewinn um über ein Fünftel. Im Frachtgeschäft ging er hingegen fast genauso stark zurück, fiel aber besser aus als von Analysten gedacht.
Bei den Logistikdienstleistungen verdiente DHL etwas mehr als ein Jahr zuvor. Im internationalen Paketgeschäft ging der operative Gewinn hingegen ebenso zurück, wie im deutschen Brief- und Paketgeschäft. Dabei konnten steigende Paketmengen die rückläufigen Briefmengen und die höheren Transport- und Personalkosten nicht vollständig kompensieren.
Für 2026 avisieren die Bonner weiterhin ein operatives Ergebnis von über 6,2 Milliarden Euro und freie Barmittelzuflüsse von rund 3 Milliarden Euro an. Dies deckte sich zuletzt mit den Analystenschätzungen./lew/men/he