dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 04.05.2026 - 17.00 Uhr
ROUNDUP: Trumps Vorstoß verschärft Lage an Straße von Hormus
TEHERAN/WASHINGTON - Die Lage an der blockierten Meerenge von Hormus verschärft sich nach einem neuen Vorstoß von US-Präsident Donald Trump. Die US-Marine begann nach eigenen Angaben mit der von Trump angeordneten Befreiung festsitzender Schiffe im Rahmen der Initiative mit dem Titel "Projekt Freiheit". US-Zerstörer seien durch die Straße von Hormus in den Persischen Golf eingefahren, teilte das für Nahost zuständige Regionalkommando Centcom auf dem Portal X mit. Zwei Handelsschiffe unter US-Flagge hätten das Seegebiet verlassen können. Unabhängige Bestätigungen gab es zunächst nicht.
Klingbeil fordert von Trump Einhaltung von Zoll-Zusagen
BRÜSSEL - Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hat US-Präsident Donald Trump zur Einhaltung des im vergangenen Sommer geschlossenen Zollabkommens mit der EU aufgefordert. "Europa steht zu den Zusagen und ich erwarte das jetzt von der amerikanischen Seite auch", sagte der Vizekanzler und SPD-Vorsitzende am Rande eines EU-Treffens in Brüssel. Zölle schadeten den Unternehmen und den Arbeitsplätzen auf beiden Seiten.
Söder: EU-Parlament muss US-Abkommen schnell ratifizieren
ERDING - CSU-Chef Markus Söder fordert vom EU-Parlament mehr Tempo bei der Ratifizierung des Handelsabkommens mit den USA. Es sei jetzt sehr "wichtig, dass Europa handelt. Denn Europa ist für die Zollpolitik zuständig", sagte der bayerische Ministerpräsident am Rande eines Termins in Erding bei München. "Das heißt vor allen Dingen, dass das Europäische Parlament endlich das ratifiziert, was die Kommission eigentlich schon im letzten Jahr ausgehandelt hat. Das ist doch die Realität."
ROUNDUP: Union und SPD ringen um Reformkurs und schenken sich nichts
BERLIN - Ein Jahr nach dem Start von Schwarz-Rot ringen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und die SPD um weitere umfangreiche Reformen - und die Deutungshoheit, wer wen blockiert. Merz löste mit einem Aufruf an die SPD zu mehr Kompromissbereitschaft Unmut beim Koalitionspartner aus. Deutliche Differenzen gibt es bei einem Kernprojekt von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD), einer großen Einkommensteuerreform.
ROUNDUP: London will sich an Ukraine-Kredit der EU beteiligen
LONDON/ERIWAN - Großbritannien will sich an dem 90 Milliarden Euro schweren Unterstützungsdarlehen der EU für die Ukraine beteiligen. Der "EU-Kredit, an dem wir eine Beteiligung diskutieren", verschaffe der Ukraine die Fähigkeiten, "die sie im fünften Jahr dieses Konflikts dringend benötigt", sagte Premierminister Keir Starmer bei seiner Ankunft beim Gipfeltreffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) in der armenischen Hauptstadt Eriwan der Nachrichtenagentur PA zufolge.
ROUNDUP/Eurozone: Industriestimmung verbessert sich trotz hoher Ölpreise erneut
LONDON - Die Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone hat sich im April trotz des Ölpreisschocks infolge des Iran-Kriegs den vierten Monat in Folge verbessert. Der Indikator für die Stimmung der Einkaufsmanager stieg um 0,6 Punkte auf 52,2 Punkte, wie S&P Global am Montag in London nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Dies ist der höchste Wert seit fast vier Jahren. Eine erste Schätzung wurde damit wie von Analysten im Schnitt erwartet bestätigt.
Eurozone: Sentix-Konjunkturindex erholt sich unerwartet etwas
LIMBURG - Finanzmarktexperten bewerten die konjunkturelle Entwicklung im Euroraum überraschend etwas weniger negativ. Der von Sentix erhobene Konjunkturindikator legte im Mai um 2,8 Punkte auf minus 16,4 Punkte zu, wie das Analyse-Institut am Montag in Limburg mitteilte. Volkswirte hatten nach dem Einbruch im April im Schnitt einen weiteren Rückgang auf minus 22,0 Punkte erwartet.
Handelsverband offen für EU-Gegenwehr bei höheren US-Autozöllen
BERLIN - Der Außenhandelsverband BGA zeigt sich offen für Gegenmaßnahmen der Europäischen Union, sollte US-Präsident Donald Trump die angedrohten höheren Zölle auf Autoimporte aus der EU tatsächlich einführen.
Kundenhinweis:
ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.
/jsl