Iran: Diskussion zu Nuklearprogramm nach Rahmenabkommen
TEHERAN (dpa-AFX) - In der Diskussion um ein Abkommen im Iran-Krieg will der Iran nach eigenen Angaben erst nach Abschluss eines Rahmenabkommens über sein Atomprogramm verhandeln. Aktuell werde nicht "über die Einzelheiten des Nuklearprogramms gesprochen", sagte der Außenamtssprecher Ismail Baghai vor Pressevertretern.
Baghai antwortete auf eine Frage zu Medienberichten über eine neue Frist in den Verhandlungen. Das Rahmenabkommen wird von den Verhandlern als Memorandum of Understanding bezeichnet und soll 14 Punkte umfassen.
"Diese 14-Punkte-Vereinbarung konzentriert sich auf die Beendigung des Krieges, und sollte diese Vereinbarung zustande kommen, werden innerhalb eines Zeitraums von 60 Tagen auch Gespräche über Themen im Zusammenhang mit dem Nuklearprogramm geführt werden", sagte Baghai.
Die Position unterscheidet sich kaum von früheren Verhandlungspositionen Irans. So hatte Teheran wiederholt gefordert, dass zuerst der Krieg beigelegt und die US-Seeblockade für Schiffe, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen, aufgehoben werden müsse. Erst dann könne über das Atomprogramm verhandelt werden.
Trump dämpfte Hoffnung auf schnellen Deal
Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump auf Truth Social geschrieben, ein Rahmenabkommen sei "weitestgehend" ausgehandelt. Später folgte, beide Seiten müssten sich "die nötige Zeit nehmen und alles richtig machen".
US-Außenminister Marco Rubio sagte, in dem Konflikt sei das übergeordnete Ziel, "dass der Iran niemals eine Atomwaffe besitzen" dürfe. Niemand auf der Welt ginge so strikt dagegen vor wie der US-Präsident./mar/DP/men