Bericht über Reparaturstau bei Bundeswehr-Gerät
BERLIN (dpa-AFX) - Das Verteidigungsministerium sieht keine grundsätzlichen Mängel bei der Ersatzteilversorgung für das Großgerät des Heeres. Die Einsatzbereitschaft der Großwaffensysteme gehe "in die richtige Richtung", sagte ein Sprecher des Ministeriums in Berlin.
Zuvor hatten "Süddeutsche Zeitung", WDR und NDR über einen erheblichen Reparaturstau, darunter die Panzerhaubitze 2000 und der Schützenpanzer Marder, berichtet. Grund sei, dass Ersatzteile nicht in ausreichender Menge zur Verfügung stünden und es an Fachpersonal fehle.
Die Berichte beziehen sich auf interne Informationen aus der Heeresinstandsetzungslogistik GmbH (HIL). Die Probleme beträfen demnach selbst die wichtigen Waffensysteme. So sei im Mai nicht einmal die Hälfte des Gesamtbestands der Panzerhaubitze 2000 einsetzbar gewesen. Beim Schützenpanzer Marder und beim Radpanzer Boxer hätte im Mai fast die Hälfte der Fahrzeuge in der Wartungs- und Reparaturschleife festgehangen.
Ministerium verweist auf Ukraine-Hilfe und mehr Übungen
Das Verteidigungsministerium bestätigte diese Angaben nicht. "Herausforderungen" entstünden wegen der Abgabe von Waffensystemen an die Ukraine. Diese müssten dann auch mit Ersatzteilen versorgt werden. Außerdem übe die Truppe mehr als früher, Gerät Ausrüstung würden stärker beansprucht.
Für neu beschaffte Waffensysteme sei die sogenannte Erstversorgung mit Ersatzteilen gesichert. Der Sprecher sagte: "Es ist übliches Verfahren, dass Ersatzteile für die ersten 3 bis 5 Jahre mitbestellt werden. Das kommt als Paket, als Gesamtpaket von der Industrie."/cn/DP/jha