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Heeresinspekteur will Tempo bei unbemannten Systemen

12.06.2026
um 14:20 Uhr

PABRADE (dpa-AFX) - Das deutsche Heer will schnell mehr Drohnen und unbemannte Waffensysteme einführen. Für die Landstreitkräfte der Bundeswehr habe das Zusammenspiel von Panzertruppen und Einheiten, die Drohnen steuern, "höchste Bedeutung", sagte der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Christian Freuding, beim Besuch der Militärübung "Freedom Shield 2026" in Litauen.

Die im vergangenen Jahr formal in Dienst gestellt deutsche Panzerbrigade 45 trainiert bei der Militärübung erstmals das Gefecht auf litauischem Boden und hat dabei 350 Drohnen im Einsatz. Dem Inspekteur wurden dabei Gefechtsstände und Konzeptionen für den Drohneneinsatz vorgestellt.

Für die Übung an der Ostflanke der Nato wurden rund 2.900 Soldaten - darunter 2.300 aus Deutschland - und rund 800 Fahrzeuge aus acht Nato-Staaten auf dem Truppenübungsplatz Pabrade zusammengezogen, der etwa 20 Kilometer von der Grenze zu Belarus entfernt ist.

Die Panzerbrigade in Litauen wurde von der Bundesregierung als Reaktion auf die wachsende Bedrohung durch Russland zugesagt. Sie soll bis 2027 mit einer Gesamtstärke von 4.800 Soldaten und 200 zivilen Mitarbeitern als Kampfverband voll einsatzfähig sein. Bislang sind rund 1.800 Angehörige in Litauen stationiert./cn/DP/jha