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ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: EuroStoxx-Rekord dank Nahostlage und SpaceX

12.06.2026
um 18:36 Uhr

PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Friedenssignale im Nahost-Konflikt und der Hype um den SpaceX-Börsengang in den USA haben auch Europas Börsen am Freitag beflügelt. Der EuroStoxx 50 erreichte schon früh mit knapp über 6.200 Punkten ein Rekordhoch. Zum Handelsende behauptete der Leitindex der Eurozone ein Plus von 2,16 Prozent auf 6.187,63 Punkte, was ihm nach der weitgehenden Lethargie der vergangenen Tage noch einen Wochengewinn von 2,1 Prozent bescherte.

Etwas geringer fielen die Tagesgewinne außerhalb des Euroraums aus. Für den britischen FTSE 100 ging es am Freitag letztlich um 1,63 Prozent auf 10.471,72 Punkte hoch. Der Schweizer SMI gewann 1,32 Prozent auf 13.708,02 Punkte.

US-Präsident Donald Trump stellte ein baldiges Rahmenabkommen mit dem Iran in Aussicht. Der Iran sprach nach einem anfänglichen Dementi ebenfalls von einem möglichen bevorstehenden Verhandlungsabschluss, ähnlich wie der Vermittlerstaat Pakistan. Dass Trump sich zuletzt auf seiner Online-Plattform Truth Social über eine unzutreffende iranische Darstellung der Verhandlungsergebnisse sowie eine iranische Drohnenattacke auf indische Schiffe in der Meeresstraße von Hormus beschwerte, ließ die Aktienanleger kalt. Die Ölpreise gaben unterdessen deutlich nach.

Praktisch zum Börsenschluss in Europa startete SpaceX in den US-Handel. Der erste Kurs lag mit 150 US-Dollar gut 11 Prozent über dem Ausgabepreis von 135 Dollar. Zuletzt notierten die Aktien des Raumfahrt-, Satelliten- und KI-Unternehmens von Tesla-Chef Elon Musk noch höher bei rund 166 Dollar. Vorbörsliche Indikationen hatten sogar bis 175 Dollar gereicht.

Im europäischen Branchentableau Stoxx Europe 600 reichte es für den Tech-Index trotz deutlicher Gewinne nicht für den Spitzenplatz - den nahm der Bankenindex ein. Allerdings haben seit Jahresbeginn nur die Aktien von Öl- und Gas- sowie Rohstoffkonzernen stärker als die Technologietitel zugelegt.

Die Hoffnung auf einen Frieden im Nahen Osten gab auch dem Reise- und Freizeitsektor am Freitag weiter Auftrieb. Dagegen litt der Ölsektor unter den sinkenden Ölpreisen.

Adyen profitierte mit einem Plus von 5,5 Prozent vom Kauf des US-Start-ups Orb. Damit erhalte der niederländische Zahlungsabwickler Zugriff auf eine Plattform für nutzungsbasierte Abrechnungen, kommentierte Experte Hannes Leitner vom Analysehaus Jefferies. Da gehe der Trend hin - und weg vom klassischen Abo-Modell. Jüngst hatten die Aktien noch ein Tief seit dem Jahr 2023 markiert./gl/zb

Infront EU 50

WKN 965814 ISIN EU0009658145

Infront Frankreich

WKN 969400 ISIN FR0003500008

Infront GB 100

WKN 969378 ISIN GB0001383545

Infront Schweiz

WKN 969000 ISIN CH0009980894