ANALYSE: HSBC empfiehlt Übergewichtung von Aktien aus Eurozone
LONDON (dpa-AFX) - Für die zweite Jahreshälfte bleibt die britische Großbank HSBC bei Aktien maximal übergewichtet. Dabei strichen die Analysten um Max Kettner, Chief Multi-Asset Stratege, in einem Ausblick am Mittwoch jedoch angesichts der gestiegenen Schwankungsanfälligkeit ihre "Overweight"-Empfehlung für Aktien aus Schwellenländern. Sie bewerten stattdessen nun Aktien aus der Eurozone mit "Overweight".
"Zumindest in den nächsten Wochen könnte die Diskussion um übermäßige Ausgaben im Bereich Künstlicher Intelligenz (KI) und jegliche Anzeichen für Kürzungen der KI-Investitionen Halbleiteraktien belasten und damit Schwellenländeraktien überproportional beeinträchtigen", begründeten sie die Änderung. In der Eurozone dagegen sind sie vor allem für die Banken optimistisch.
Zudem dürften allgemein geringere Wachstumserwartungen an Unternehmen seitens der Analysten und ein schwächerer Euro in den Sommermonaten hilfreich sein, hieß es. In den USA setzen die HSBC-Experten indes weiterhin auf eine breitere Streuung, einschließlich sogenannter Hyperscalern.
Die neutrale Marktstimmung sowie die Berichtssaison für das zweite Quartal seien die Katalysatoren für Kursgewinne. Die Sorgen über exorbitante KI-Ausgaben und -Finanzierung teilen die HSBC-Analysten nicht. Insbesondere das Narrativ eines übermäßigen Finanzierungsbedarfs stimme nicht mit den bisherigen Zahlen überein, konstatierten sie. Die Experten sehen in ihrer Studie vom Dienstagabend geopolitische Themen als "weitgehend abgehakt" an, ebenso wie Sorgen vor Zweitrundeneffekten bei der Inflation./ck/men/jha/
Analysierendes Institut HSBC.
Veröffentlichung der Original-Studie: 07.07.2026 / 17:34 / GMT Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 08.07.206 / 03:30 / GMT