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ROUNDUP: Britische Notenbank hält Leitzins weiter unverändert

18.06.2026
um 13:46 Uhr

LONDON (dpa-AFX) - Die britische Notenbank hat ihren Leitzins wie erwartet stabil gehalten. Er liege weiter bei 3,75 Prozent, teilte die Bank of England am Donnerstag nach ihrer geldpolitischen Sitzung in London mit. Bankvolkswirte hatten diese Entscheidung im Schnitt erwartet. Die Entscheidung ist mit einer Mehrheit von 7 zu 2 Stimmen gefällt worden. Damit bleiben die Zinsen im bisherigen Jahresverlauf unverändert. Zuletzt hatte die Bank of England im Dezember den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte gesenkt.

Die beiden Gegenstimmen kamen von Megan Greene und vom Chefvolkswirt der Notenbank, Huw Pill. Dieser hatte bereits bei der Zinsentscheidung im April als Einziger abweichend abgestimmt. Beide Notenbanker hatten sich für eine Erhöhung des Leitzinses auf 4 Prozent ausgesprochen und auf die instabile Preisentwicklung hingewiesen, ungeachtet der jüngsten Entspannung zwischen den USA und dem Iran.

Zwar seien die Energiepreise seit der vorangegangenen Sitzung als Reaktion auf die Ereignisse im Nahen Osten gesunken, heißt es in der Stellungnahme der Notenbank zur Zinsentscheidung. "Sie liegen jedoch weiterhin über dem Niveau vor Ausbruch des Konflikts und weisen nach wie vor eine hohe Volatilität auf." Nach Einschätzung der Notenbank bleiben die Auswirkungen des Energieschocks auf die britische Wirtschaft weiterhin ungewiss.

Ähnlich wie die US-Notenbank Fed am Vortag wollen auch Großbritanniens Währungshüter vorerst abwarten, kommentierte Analyst Elmar Völker von der Landesbank Baden-Württemberg die Beschlüsse. Es müsse erst klarer werden, wie stark sich die Folgen des Iran-Kriegs in der Inflation niederschlagen. "Ein Zinsschritt nach oben scheint dabei ein kleines Stück näher gerückt", sagte Völker und begründete dies mit den beiden Gegenstimmen, die für eine Zinserhöhung votiert haben.

Nach der Zinsentscheidung ist das britische Pfund unter Druck geraten und hat frühe Verluste ausgeweitet. Der Kurs fiel auf 1,3210 US-Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Anfang April./jkr/jha/